01.07.2011

Name of the game? (II)

Es gibt eine Tendenz, Packrafting als Paddeln in einem Packraft  zu bezeichnen. Quasi als eine Art oder Stil des Wassersports.  Das ist legitim und hat im Kanusport sogar Tradition. So gibt es z.B. Seakayaking, Playboating oder Canoeing. Erstes Problem dabei: Für jedes neues Paddelsportgerät eine eigene Disziplin! Das ist inflationär. Siehe Riverbugging und Stand up Paddling. Die hauptsächliche Krux liegt jedoch darin, dass Packrafting so automatisch dem Kanusport zugeordnet und dort verglichen wird. Das wird dem Potential jedoch nicht gerecht (80% der Nutzer kommen übrigens nicht vom Paddeln).

Benjamin das erste Mal im Wildwasser, Salza/Österreich
Das soll kein Dogma sein. Es wäre verschenktes Potential, ein Packraft nicht als Spassboot für den reinen Paddeleinsatz zu nutzen. Und dieser kann verdammt viel Spaß machen. Packrafts sind komfortabel, agil und sicher. Sie haben sich zu vollwertigen Booten gemausert! Das Paddeln von Transportzwängen (Auto) zu befreien, ist allemal eine Bereicherung.

Ein 'Walzer' an der Salza,  Foto: hrxxlight.com
Es gibt eine grundlegende Systematik für ‚muskelkraftgetriebene Wasserfahrzeuge’ und die richtet sich nach der Antriebsform: Doppelpaddel=Kajak, Stechpaddel=Kanadier, Riemen=Ruderboot. Kajaks und Kanadier werden im Deutschen als Kanus bzw. Paddelboote zusammengefasst (Gesicht nach vorn). Rafts sind eigentlich Flösse und keine Boote und typisch für große Besatzungen.
Trotz der Eigenheiten in der Art mit ‚Miniaturrafts’ zu paddeln, Packrafting? Ich gehe damit einfach Paddeln! Wir werden sehen, was sich letztlich durchsetzt. Übersetzungsvorschläge, Meinungen zum Thema?

Man sagt, mit dem Paddeln geht es bergab.
Wir starteten mit einem englischen Titel und schließen mit einem deutschen Sprichwort: Namen sind Schall und Rauch. No matter what you do, go do!

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