22.03.2013

Frühjahr-Events 2013

Dieses Frühjahr gibt es folgende Gelegenheiten Packrafting vom Konzept her sowie uns und andere Packrafter persönlich kennenzulernen. Alle Packrafts sowie sämtliches Zubehör gibt es zum Besichtigen und Testen.  Wir freuen uns, mit euch ins Gespräch kommen und gemeinsam Spaß zu haben!

XXL-Paddelfestival Markkleeberg am 13./14.04.

Auftakt in die Saison und zwar richtig. Kostenlose Nutzung des Wildwasserkanals sowie  Touring auf dem Markkleeberger See. Deutschlands komplette Paddelszene vor Ort. Ausprobieren, lernen, feiern. Opulentes Rahmenprogramm mit Workschops, Filmvorträgen, Lagerfeuer und Musik.

Die Wettbewerbe und Beiträge vom Packrafting Store sowie das komplette Programmheft siehe den vorherigen Post.

Wochenende 13.-14. April, Kanupark Markkleebergg, Wildwasserkehre 1, 04416 Markkleeberg (bei Leipzig).

Orankecamp Berlin am 20.04.

Bootstests und mehr am Orankesee. Der Berliner Outdoorladen Camp4 lädt ein zur großen Zeltstadt mit Pappbootrennen, Livemusik und Stockbrotbacken. Action, Spaß und Ferienstimmung mit Infoständen, Workshops und Gleichgesinnten.


Samstag 20.April – ab 10 Uhr im Freibad Orankesee, Gertrudstr. 7;  13053 Berlin,  Eintritt kostenlos.

Flyer vom Vorjahr! Aktueller wird erstellt.
Zeltfestival Basislager Karlsruhe: 11.05.

Ein schöner Tag im Hochseilgarten, am Kletterturm, beim Bogenschießen mit Musik, Essen, Trinken und gemütlich draußen sitzen. 

Es werden den ganzen Tag jede Menge Zelte und eben auch Packrafts aufgebaut und präsentiert, welche nach Herzenslust begutachtet und vergleichen werden können, insbesondere beim Bootsweitwurf  und den Aufbau- und Packwettbewerben :)

Samstag 11. Mai 10 bis 18 Uhr, 

Hochseilgarten der AWO-EPA, 76227 Karlsruhe, Kieselweg 42

16.03.2013

Blogtagging: Die berühmten drei Dinge

Felix von Nordtrekking.de hat uns auf ein Spiel unter den (Outdoor-) Bloggern aufmerksam gemacht: Blogstöckchen oder eben Blogtagging. Ein bestimmtes Thema wird jeweils an drei weitere Blogger  weitergeben bzw. getagged. Erinnert irgendwie an Kettenbrief 2.0, fördert aber die Vernetzung. Dem wollen wir uns nicht entziehen. Felix hat über seine drei Lieblingsausrüstungsgegenstände geschrieben und den Stab, ähh, das Stöckchen u. a. an uns weitergegeben. Es geht also um die berühmten drei Dinge, nicht für die Insel, sondern für die nächste Tour.

Nun ist das hier der Packrafting Blog, nicht zwangsläufig unsere persönliche Seite, trotz vieler subjektiver Ansichten. Primär geht es um das Thema, nicht um uns. Trotzdem hat Felix uns beide, Marc und Sven, aber persönlich gefragt. Und da fängt das Dilemma schon an. Drei Dinge, welche wir beide benutzen, da gibt es gar nicht so viele, auch unter Packrafting Gesichtspunkten nicht. Marc fährt lieber ein offenes Boot, der Sven doch ganz gern etwas Wildwasser. Aber letztlich war es gut so. Sonst wären wir womöglich bei dem gelandet was man von Packraftern sowieso erwartet hätte: Boot, Rucksack, Trockenanzug. 


Wie sich herausgestellt hat, ist unser gemeinsamer Nenner die Elektronik. Jungs und ihre Spielzeuge.  Das mag jetzt für einen Packrafting Blog überraschen, aber es gehört durchaus dazu. Tatsächlich sind wir fast unabhängig voneinander bei folgenden Gadgets gelandet:


Kamera: Nikon Coolpix AW100. Eine wasserdichte Outdoorkamera, klar. Ein echtes Review oder Datenblatt soll das nicht werden, da gibt es andere Stellen. Aber ein paar Gesichtspunkte warum wir diese gewählt und behalten haben: 

1. Unter den wasserdichten Outdoorkameras hat sie (subjektiv) die beste Bild- und Videoqualität. Insbesondere letztere ist ziemlich beeindruckend an Detailreichtum. Das schaffen viele größere Kameras nicht. Gerade unter dem Aspekt einer Point and Shot Kamera (im Boot hat man selten für mehr Zeit) gibt es wenig zu beanstanden. Detailreich, knackig und ausgewogene Farben. 

2. Videos lassen sich IN der Kamera schneiden bzw. kürzen. Das mag als Gimmick erscheinen, aber es ist extrem nützlich und zeitsparend bereits unterwegs zu selektieren, so wie man es mit Fotos auch macht. Man filmt damit sorgloser bzw. mit mehr Reserven ohne sich die Festplatte zu verstopfen.


3. Mitgeliefert wird ein abnehmbarer Filteradapter (40.5mm). Das ist recht ungewöhnlich für eine Kompaktkamera, aber an einer Outdoorkamera sehr praktisch, da man man sich so einfach vor Tropfen auf der Linse schützen kann. Trotz Wasserfestigkeit werden die meisten Bilder damit nämlich unbrauchbar. Vor dem Auslösen einfach den Filter samt Adapter (Steckmechanismus) kurz abnehmen.

4. Zu den sonstigen geschätzten Features zählen die Einhandbedienung (Auswahl von Programmen durch Schütteln), das GPS Modul sowie die Highspeed Video Aufnahme für Zeitlupensequenzen.

Handy: Motorola Defy+. Ebenfalls wasserfest. Runter gefallen ist es auch schon oft. Auf eine Netzabdeckung kann man sich nicht immer verlassen, trotzdem gehört ein Handy als Backup ins Gepäck. Einmal hat es schon Leben gerettet. Gut, wenn es bei der Bedienung mit nassen Fingern nicht versagt. Die sonstigen Daten des Defy+ sind durchaus tragbar, dazu zählt auch der Stromverbauch.

GPS: Garmin Dakota 20. Wasserfest sind alle Garmin's. Aber wozu überhaupt ein GPS? Auf einem Fluß kann man sich schließlich nicht verlaufen. Man hat aber auch nicht Zeit ständig die Karte zu verfolgen, bzw. die Hände dafür frei. Brücken zählen ist so eine Sache, da muss es erstmal welche geben. Die Aussatzstelle ist so schnell verpasst. In Flußtälern hat man grundsätzlich wenige Landmarkierungen. Auch Flußführer geben Gefahrenstellen zunehmend  im Positionsformat an. Man selbst kann so eigene Hinweise so mit der Community teilen. 

Das Blogstöckchen wandert weiter zu Beni aka hrxxlight.com, Silvo vom outdoorlog.de sowie Marco, dem Kronenkoenig

Eine komplette Übersicht aller Beteiligten hält Axel auf der outdoorseite.de aktuell, eine Liste mit allen bisher veröffentlichten Beiträgen zum Blogstöckchen. 

Viel Spass weiterhin!

08.03.2013

Thighstraps (Schenkelgurte)

Walzenreiten. Ohne Verbindung zum Boot undenkbar.
Packrafts sind von jeher so konzipiert, dass man eine enge Verbindung zum Boot hat. Körperspannung zwischen Bug und Heck bildet den "Rahmen" des Bootes. In der Länge ist kein besserer Halt denkbar.

Lateral hat der Bootskontakt jedoch seine Grenzen. Auch wenn die Boote alles andere als kenterfreudig sind,  eine seitliche Kontrolle ist gerade wegen der voluminösen Seitenschläuche schwierig. Gewichtsverlagerungen alleine sind nicht effektiv. 
Die Eskimorolle bleibt den Schenkelgurten vorbehalten.
Insbesondere Kajakfahren fühlen sich ohne seitliche Verbindung zum Boot unwohl. Stützen und Kanten gehört zum Grundrepertoir beim Paddeln, auch in Packrafts. Wir reden an dieser Stelle übrigens (noch) nicht von Eskimorollen. Packrafts sind keine Boote welche man rollen muss. Auch über den mittleren Grad hinaus (WWIV) ist die Kentergefahr deutlich geringer als in Kajaks. Bereiche in denen man tatsächlich kentert sind wiederum im Packraft sehr schwer zu rollen, v.a. durch das hohe Bootsvolumen im stark bewegtem Wasser.

Die Verhinderung einer Kenterung (Stützen) und das aktive Manövrieren (Kanten) wird dagegen sehr wohl durch Hüftknick und Verbindung zum Boot unterstützt (quasi die Endphase einer Rolle).

Montierung der Schenkelgurte an 6 Graploops
(Kniegurt MYOG!) Karabiner sind auch nicht verkehrt.
Dafür gibt es mittlerweile zwei Ansätze. Inoffizielle haben sich Schenkelgurte seit einiger Zeit in der Community etabliert. Diese entsprechen der Konfiguration aus dem IK Bereich und funktionieren analog den Schenkelstützen eines Feststoffkajaks. 

Schenkelgurte bleiben die "Hardware" im Bereich der Bootskontrolle, insbesondere weil ihnen die vollständige Eskimo vorbehalten bleibt. Zur Sinnhaftigkeit dessen siehe jedoch die Ausführungen oben. Unabhängig davon muss man jedoch auch die folgenden Vorteile abwägen:

Schenkelgurte richtig angelegt (Kniegurt optional).
+ Nebenfunktion Tragegurt (Schultergurte)
+ keine Verlußtgefahr
+ Platz im Boot

Bezüglich der Sicherheit (sicher eine Hauptgrund für die Diskussion darum) muss man klar sagen, dass in beiden Varianten Szenarien denkbar sind, wo es zu Problemen kommen kann. Schenkegurten wird die Verhedderungsgefahr nachgesagt, auch wenn dies durch Steifigkeit/Polsterung deutlich abgemildert ist. Ein Restrisiko bleibt hier natürlich. Diese Risiken muss jeder für sich abwägen. 


Stützen und Kanten kann man nie genug üben!