18.09.2015

RedBull Amphibious - Race report

Ein Rennen bzw Orientierungslauf zu Land und zu Wasser, quasi vor unsere Haustür (im Spreewald) - die Veranstaltung schien wie für uns gemacht. Klar, dass wir  in irgendeiner Form dabei sein wollten! Der amphibische Gedanke bzw. die kombinierte Tour aus Paddeln und Laufen ist schießlich das Kernkonzept vom Packrafting! Abenteuer vor der Haustür sowieso.

Das Packrafting-Team: Rico (vorn) und Sven (hinten)


Packrafts waren dennoch vom Veranstalter nicht explizit vorgesehen und wir waren tatsächlich die einzigen Packrafter am Start! Der Gesamteindruck glich eher einer Kanuralley mit eingebauten Landwegen. Von Anfang an war klar, das wir nur eine Chance haben, wenn wir diese maximieren. Ob der Plan aufgegangen ist?
Kein Selfietyp, aber ...

Teamwechsel

Zunächst ist unsere Starterin Sandra krankheitsbedingt ausgefallen. Da ich (Sven) auf einer Tour an der böhmischen Berounka weilte, haben wir erst am Vorabend des Rennens davon erfahren. So kurzfristig eine neue Besetzung zu organisieren, war schlicht unmöglich. 

Selbst ist der Packrafter! Auch wenn ich sicher kein Ersatz für eine Leistungsportlerin bin ;) Rico musste dennoch mit mir als neunen Partner vorlieb nehmen.

Streckenbschreibung


Zusammenpacken lohnte meist nicht!
Die 12 Checkpoints haben sich auf ein Areal von 12qkm verteilt. Die Wasserwege bzw. Kanustrecken hatten klare Priorität. 

Ein Verlassen war nur an ausgewiesenen Stellen (Schleuse, Anlegestelle etc.) zulässig. So waren die Regeln. Die relativ grobe Karte ließ außerdem wenig Raum für eigene Strecken. 

Wir haben dennoch welche gefunden, soviel sei verraten.


Statistische Auswertung


Die offizielle Strecke betrug rund 16 km. Der beste Kajakfahrer (WM Paddler im Rennkanu) hat diese in 1 h 45min absolviert. Der bessere Packrafter (Rico) hat 3h gebraucht. Ich war nach 3h und 20min im Ziel. Die andere Kanuten lagen im Abstand von jeweils 10min vor Rico (rotes MRS Boot), immerhin keine Welten.

Der offizielle Streckenplan, mehr Infos gab es nicht!


Die Paddelstrecke, überraschend schnell!
Interessant war die Auswertung des GPS Tracks. Überraschenderweise war die Geschwindigkeit auf dem Wasser besser als erwartet! Eine Eigenschaft der gewählten Microrafts? 5km/h konnten gut durchgehalten werden, stellenweise waren im Sprint auch 6-7km/h möglich. 

Mehr rausholen konnte man freilich zu Fuß. Bis zu 12km/h sind dabei machbar - wenn man diese durchhält! Grad zum Ende hin konnte von "Rennen" keine Rede mehr sein. Ich war froh einen schnellen Laufschritt zu halten, mehr als 6-7km/h waren da nicht drin.

Rico ist weitestgehend der Strecke der Kanuten gefolgt, ist also direkt gegen die Paddler angetreten. Insofern ist seine Zeit (3h) mehr als respektabel! Sein Vorplazierter Kanute war nur ganze 20 Sekunden schneller.


Die Laufgeschwindigkeiten, schwer zu halten
Wo es ging, hatte ich versucht auf den Landweg (rechts) zu setzen bzw. abzukürzen (regelkonform), bin dabei gewissermaßen auf "Risiko" gegangen, da die Karte extrem grob war. Prompt habe ich mich ein paar mal verlaufen und somit den Vorteil schnell verspielt. Der Aus- und Einstieg an befestigte Stellen war ohnehin recht limitiert. Dennoch hat es Spaß gemacht eine alternative Route zu suchen! "Anders" ans Ziel zu kommen, gab eine gewisse Befriedigung, unabhängig von einer Platzierung, welche nicht der Rede wert war. Das wichtigste war alle Checkpoint aufzufinden und vorm Ende der angesetzten Zeit (16.00) im Ziel zu sein.  Damit bin ich persönlich sehr zu frieden. 

Vom Spaßfaktor, der guten Atmosphäre und perfekten Organisation ganz zu schweigen. Die Strecke war bei 25° Sonnenschein auch so ein tolles Erlebnis! Der Ansporn eines Rennens hat das gewisse Extra gegeben. 

In die Boote, fertig, los!


Fazit und Dank

An Land trauen sich sogar die Rennkanuten in die Packrafts!
Auch wenn "Amphibious" für unseren Geschmack hätte wörtlicher ausfallen können, waren wir insgesamt sehr positiv überrascht. Die überschaubare Anzahl von rund 120 Teilnehmern war sensibel gewählt. Dass Achten auf Details (bspw. die zweisprachige Beschriftung der temporären Checkpoints auf Sorbisch "Kontrolny"), zeugt von Respekt vor der Gegend. Das Rennen war aufregend und spektakulär, aber nicht extrem (gefährlich)! Das machte die Veranstaltung so sympathisch. 


Unser Beitrag, siehe in Sekunde 32, ansonsten sonst waren wir für den schnellen Schnitt sicher zu langsam ;)

Danke an RedBull und den ESV Lokomotive Cottbus e.V. für die Organisation und die Möglichkeit unserer Teilnahme.


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