25.12.2016

50 km auf der Mecklenburgischen Seenplatte - Sacki's Weihnachtsmehrteiler

Kai Sackmann müssen wir nicht mehr vorstellen! Auch in der Packrafting-Gemeinde ist er inzwischen gut bekannt. Und nun hat er auch endlich ein eigenes Boot mit dem er kürzlich u. a. 50 km auf der Mecklenburgischen Seenplatte unterwegs war: eine mehrtägige Packraft-Tour über 19 dieser Seen.

Ein richtig guter Film in vier Teilen (je 25min) ist daraus entstanden. Wir wünschen gute Unterhaltung!
 

Seine neue Ausrüstung stellt er hier ausführlich vor:
 


Tipps und Tricks zur Tour und Packrafting allgemein
 

02.12.2016

KANU-Sport 11/2016 und 12/2016, Produktneuheiten und Gewinnspiel

Die November bzw. Dezember Ausgabe der KANU Sport, dem Mitgliedsmagazin des Deutschen Kanuverbandes (DKV), stellt ein paar Neuheiten und passende Weihnachtsgeschenke vor, welche es dort sogar zu gewinnen gibt. Wie, das steht im Heft!

 Anfibio ZipSuit (links) und Anfibio Buoy Boy (rechts), Quelle: DKV-Verlag

24.11.2016

5. Packrafting-Flohmarkt (Gebrauchtboote und Zubehör)

Zum fünften Mal verkaufen wir zum Saisonende unsere gebrauchten Boote aus dem Vorführ und Mietbestand. 

Die Boote waren überwiegend nur eine Saison im Einsatz gewesen (weitestgehend Baujahr 2016). Das Material hat durchweg einen guten Zustand. und ist z.T. mit Extras ausgerüstet (Leinen und Riemen-Set, etc.). 

Wie üblich, gib es das Angebot immer im Paket (mit Paddel und Weste). Dazu behält man die Garantie (1 Jahr) und ein Rückgaberecht (14-Tage), hat also kein Risiko im Gebrauchtkauf. Im Gebrauchswert ist das Angebot gegenüber dem Neukauf deutlich attraktiver. 

Achtung das Angebot wechselt über den Angebotszeitraum (bis 24. Dezember), da es sich um Einzelstücke handelt, die dem Zwischenverkauf vorbehalten bleiben. 

Wir stellen im Zeitraum nacheinander verschiedene die Modelle ein, solange der Vorrat reicht! Zum Angebot...






01.11.2016

Unglaub(lich) im Ural!

Von Frank und Anett Unglaub

Frank (53) und Anett (50) aus Thüringen sind in den letzten Jahrzehnten mit vielen Outdoorwassern gewaschen, u.a. in Rumänien, Schweden, Kamtschatka und der Mongolei zu Fuß, mit Klettergurt, im Kajak, auf dem Motorrad, mit Zelt, aber ohne Kocher. Jetzt haben haben sie Packrafting für sich entdeckt, um leichter, flexibler und weiter als früher auf Tour zu gehen. Wir sind gespannt, was die Zukunft bringt! 

Sie berichten hier über eine 4-wöchige Tour (12.08. - 08.09.2016 inklusive Anreise) im subpolarem Ural (Russland) von der Basis Schelanaja per Fuß über den Berg Manaraga (70km) zum Fluss Koschju (120km).

Die Strecke im Detail.






















Interessant ist nicht nur ihre ungewöhnliche, um nicht zu sagen eigenwillige (nennen wir es Unglaub’sche ;) Art des  Gepäcktransportes am Boot (rechts), sondern auch die Ernährung aus der Natur! Mehr dazu im Bericht.

Russland!

Russland ist riesig. Man kann Gebiete finden, bei denen der mitteleuropäische „Outdoorbegriff“ so nicht anwendbar ist. Das macht sich auch bei der Anreise bemerkbar.

Auf nach Berlin. Flug nach Moskau. Hier versorgen mit Lebensmitteln für 36 Stunden Zugfahrt nach Inta. Dort soll am Bahnhof ein LKW „Ural“ der Naturschutzbehörde stehen, mit Kofferaufbau für Passagiertransport. 

Im LKW sind wir zehn Leute. Drei „Junge Wilde“, welche ebenfalls zum Koshyu wollen und für die Tour nur acht Tage Zeit haben, zwei kurz vor unserem Alter (Juri und Michail) welche einen südlicheren Fluss (Bangier) erreichen wollen, dort wären die Fische größer. Er zeigt so um mindestens 30 cm, naja vielleicht ja auch Hoffnung oder Angerlatein. Noch zwei Männer mit einem Mädchen (Vater und Onkel) mit dem Wanderziel Berg „Manaraga“. Und natürlich wir plus Fahrer und Beifahrer.

Sechs Stunden auf Piste und durch zwei Flüsse. Noch 4 km weiter, an der „Basa Schelanaja“ vorbei (dort gab es mal Goldabbau) und abgesetzt an einem Fluss mit großem „Slanikufer“ (Slanik = schwer durchdringbares halbhohes Gehölz, welches von Löchern und Gräben durchsetzt ist und den Rucksack permanent festhält).

Wir kommen spät nachmittags an und gehen sofort los. Lassen die „Jungen“ zurück, die während der Fahrt etwas zu viel Alkohol genossen haben und wohl erst am nächsten Tag wieder richtig laufen können. Nur Juri und Michail gehen auch schon los, wir lassen aber auch sie hinter uns, 40 und 45 kg wiegen ihre Rucksäcke. Sie schlagen ihr Lager später in unserer Sichtweite auf. Wir erreichen noch einen kleinen See und können den Reisestaub abwaschen. Ein paar Holzreste von alten Lagerfeuern sind zu finden, die heben wir für den Morgenkaffee auf.

Die Tour kann beginnen!



Der erste Pass ist steinig, „blockig“ nenne ich das, die Steine sind also groß. Den Weg müssen wir selbst finden. Runter ist wie immer schwieriger als rauf. Gott sei Dank hält das Wetter. Bei Nässe werden die Flechten auf den Steinen zu Schmierseife, bei Trockenheit ist das eher wie Sandpapier. Wir kommen zur Quelle des Manaraga, der später in den Koshyu fließt. Dem müssen wir nur noch folgen. 

Wir treffen eine Gruppe junger Russen mit einem Führer der Parkverwaltung, welche den Manaraga besteigen wollen (Basa Schelanaja – Manaraga und zurück). Musik am Lagerfeuer und Unmengen an Essen und Ausrüstung. 

Der Führer ist an unserem Ansinnen interessiert, nur zu zweit, davon eine Frau, das machen die Russen nicht. Von Packrafting hat er schon gehört (!). Er lässt sich das Boot zeigen und wiegt zweifelnd seinen Kopf. Die Russen fahren mit Katamaranen die Stromschnellen runter, unser kleines Boot weckt wohl seine Zweifel. 

Wir haben sowieso vor, den ursprünglichen Plan zu ändern und über den Pass des Manaraga zu gehen, um erst später in den Koshyu einzusetzen, dann sollte der Wasserstand etwas höher sein.

Wir haben das Seitental passiert. Haben uns drei Übernachtungen gegönnt. Die letzten 800 m Luftlinie zum Zusammenfluss des Koshyu mit dem kleinen Seitenfluss Kapkan-Wosch hatten es in sich. Slanik und Sumpf schlimmerer Sorte. Naja vorbei, jetzt wird das Adventure X2 fertiggemacht. Wir wissen, wir haben nur 5 km Flussgewöhnung, dann beginnen die großen Stromschnellen des Koshyu. 

Der Fluss Koshyu im nördlichen Ural


Wir bleiben drei Tage am ruhigen und tiefen Flussbecken unmittelbar nach den Stromschnellen. Fische gibt es hier genug und Pilze auch.

Das Barometer ist stetig gefallen. Das Wetter wird nicht schön bleiben. Zwei volle Tage Ruhe, Pilze und Fische, dann fahren wir bei Regen los. Acht Grad zeigt das Thermometer meiner Armbanduhr, welche dann immer am Rettungssack hängt. Das Barometer ist immer noch fallend. Unterwegs legen wir an einem tieferen Flussabschnitt an, um das Abendessen zu fangen. Nicht immer ist die günstige Schlafstelle auch eine gute Angelstelle. Ein ausreichend großer Fisch ist der Lohn.

Irgendwann zeigt das Thermometer früh nur noch drei Grad. Der Tag bringt es dann bis auf sechs. Das Tarp ist nass, doch das Zelt haben wir trocken halten können. Auch die Daunensäcke sind nur gering feuchter geworden. Drei nasse Tage, dann hat der steigende Luftdruck auch das Wetter verbessert. Ab und zu kämpft sich schon die Sonne durch. 

Wir finden die alte Hütte der Nationalparkverwaltung. Nach reichlichem Holzhacken heize ich die nebenan stehende „Banja“ an. Das Ergebnis ist dann später „porentief rein“. 

Trocken brechen wir zu den letzten 80 km auf. Am Zusammenfluss des Koshyu mit dem Bangier hat die Nationalparkverwaltung eine neue Hütte errichtet. 45 km vor dem Ziel machen wir hier noch einmal Rast. Ab und zu kommt hier ein motorisiertes Holzboot mit Fischern den Fluss hochgefahren, um mittels Schleppleine zu angeln. Die Einsamkeit ist zu Ende. 

Ein 70jähriger Fischer hält abends an und erzählt von seinen Besuchen in den früheren Ostblockstaaten. Am nächsten Morgen früh um sechs, da muss er vom Zielort Koshyu schon zwei Stunden gefahren sein, ist er wieder da und bringt Lebensmittel (Kartoffeln, Tomaten, Speck, zwei Büchsen Pastete und andere Sachen). Er hat bestimmt seiner Frau von den „Nemez“ (Deutschen) erzählt. Es war mit Sicherheit sie, die das Stück Seife für Anett mitgegeben hat …

Für die letzten 45 km nehmen wir uns Zeit. Wir fahren weg von der Hauptflusslinie in das sich bildende Delta. Häufig wird es sehr flach, sodass wir Grundberührung nicht vermeiden können. Eins, Zwei, Drei – gemeinsames Ruckeln hilft bei größeren Steinen, die Paddel beim Schürfen über den Kies. Ein paar Kratzer am Blatt, mehr ist nicht passiert. 

Der Rest ist schnell erzählt. Anlanden in Koshyu. Einpacken und 2 km Weg bis zum Bahnhof. Ein Anwohner lädt unsere Sachen in seine Uralt-Niva und fährt uns 6 km „außen rum“ zum Bahnhof. Am Bahnhof treffen wir den alten Fischer wieder. Ich schenke ihm die Paracordseile und unsere Säge. Seine Freude ist unser Dank für seine Gastfreundschaft.

Eleonora von der Nationalparkverwaltung steht nach vier Stunden Fahrt mit einem Schild mit unseren Namen am Bahnhof in Petschora. Sie und ihr Mann fahren uns zu einer Wohnung mit Waschmaschine …

Noch 33 Stunden Zugfahrt nach Moskau. Dann der Flug nach Berlin und der Zug nach Hause. Die letzten 3 km nochmal zu Fuß mit den Säcken auf dem Rücken. Wir sind schweigsam und traurig, doch zugleich auch froh. Jeder der so eine Reise gemacht hat, wird dieses Gefühl kennen.

Ausrüstung, Erfahrung und Modifikationen

Alleine der Flug mit Aeroflot gibt die maximale Ausrüstungsmenge vor. Für jeden nur 22 kg!

Ein Test des „Adventure X2“ bestätigt, dass es eng wird auf dem Fluss. Anett (166cm, 70kg) sitzt auf dem vorderen Platz, ihr fehlt jedoch ein Rückenpolster (Lösung siehe unten).  Meine Füße (192! cm, 100! kg) schiebe ich unter ihren Sitz, trotzdem sind sie arg gebeugt. 

Das Gepäck kommt daher ausserhalb mit! 

Wir haben die zwei NRS Paragon "linksrum" um die Multibags geschnürt und mit der Platte nach unten am Boot befestigt. Zusätzlich sind beide Säcke hinter dem Boot mit einer Schleife vorhandener Bänder verbunden, um ein Überholen der Säcke zu verhindern. Die Rückenplatte des Paragon soll den Multibag sicher vor schrammender Grundberührung schützen. Auf dem Fluss hatten wir mit dem Vorwärtskommen keine Sorgen. Der Tiefgang war sogar äußerst gering (da das Gepäck ja selbst schwimmt!) Natürlich wird die Begurtung der Paragon nass. Muss man gleich zu Fuß los, soll das eben der Regenschutz abhalten.

Und der vordere Sitz bekommt eine Lehne!

Also wurde eine Sitzlehne nachgeordert, mit den Klebepads. In der Garage werden die Klebepositionen ermittelt, so dass die Lehne noch mindestens zu 50 % am vorderen Sitzende aufliegt. Wir wollten nur eine kleine Unterstützung des unteren Rückens aber gleichzeitig einen massiven Zug auf die Bootsseiten verhindern. Die Beschreibung „Tiedowns richtig kleben“ und das gelieferte Material sind super. Die Pads sind dran, als hätten wir es so gekauft. Ringsherum werden nun 4 mm Schnüre aus Paracord angebracht.


Das Boot selbst hatte am Reiseende nur wenige Gebrauchsspuren am Boden, obwohl wir in seichten Stellen häufig über den Grund geschrammt sind und trotz der Produktwarnung der Carbon-Paddel uns auch massiv am Grund abgestoßen haben. Wir sind an flachen Stellen mit nur 10 cm Wassertiefe drüber und mussten nicht aussteigen! 

Von der sonstigen Ausrüstung verdient unser „Notsack“ eine Erwähnung. Dieser enthält Topf, Tasse, Thermoskanne, Angel, drei Carbonpfeile, Axt, Säge, Erste-Hilfe-Set, Tarp, 20 m Schnur, Feuerstahl, Foliesack mit trockenen Flechten und Birkenrinde, Kaffeesticks, Teebeutel, zwei Schokoriegel und etwas Zucker um eine evtl. Notsituation abzugedecken.

01.10.2016

Rennbericht vom 1000seen Marathon

Immer schön selbstbewusst bleiben!
Mit Luftboot auf die Mecklenburgische Seenplatte? Ein Rennen auf stehendem Gewässer mit 21, 42 oder gar 62km? Die Teilnahme an der etablierten Veranstaltung (siehe vorheriger Beitrag) mit Packrafts stieß auf mehr als Unverständnis, eher auf Belustigung.

Man braucht schon dickes Fell sich unter die Rennkanuten und Seekajakfahrer einzureihen. Aber klar, dass wir unsere eigene Vorstellung von einem "Marathon" hatten :) Land-Wasser hieß unser der Trumpf. Optionen dazu gibt auf der Seenplatte schließlich mehr als genug. Wir kamen uns beim Start doch etwas wie bei Hase und Igel vor ;) In den besten Phasen war es jedoch wie ein richtiges Adventure Race!



Die Landpartien überzeugen vom Konzept
Tatsächlich haben wir die Landgänge nicht konsequent für Abkürzungen genutzt.  Dazu kannten wir das Gebiet nicht gut genug, insbesondere hinsichtlich der naturschutzrechtlich unbedenklichen Ein- und Ausstiegstellen. Der Land-Wasser Wechsel erfolgte einfach als Abwechslung, dem "Proof of Concept" und dem Spaß an der Sache.

Unser GPS Track lag am Ende auch bei rund 20km. Den Halb-Marathon können wir noch für uns beanspruchen :)

Rahmendaten:

Wie immer. Dabeisein ist alles!
  • Gewählte Strecke: Halbmarathon (21km) - wir fangen klein an, das lässt Potential für die kommenden Jahre :)
  • Equipment im Einsatz: Shearwater Faltpaddel, MRS Adventure X2 (Packraft Zweier) Anfibio Buoy Boy (Schwimmweste, Pflicht!) 
  • Packrafting-Team: Oliver Uecke und Sven Schellin
  • Veranstalter: BiberTours. Danke für die großartige Organisation.

Insgesamt haben knapp 500 (!) Boote am Rennen teilgenommen. Der beste Zweierkanadier hat die 21km in 1h 35min absovlviert. Mit 3h 26min lagen wir aber noch im untern Mittelfeld. Das entspricht einem Schnitt von 6km/h, womit wir sehr zufrieden sind.

Über echte Platzierungen müssen wir nicht reden ;)

Wobei nicht gesagt ist, dass es darauf ankommt. Die Mehrzahl der Teilnehmer kam aufgrund der Streckenführung durch den schönsten Teil der Seenplatte. Auch zum Nach(er)fahren bietet sich die Tour an.

Wir sind im Packraft-Zweier, dem Adventure X2 gefahrem. Es ist aufgrund der Rumpflänge (3m) schlicht das schnellste Packraftraft im Programm, zu zweit allemal. Anfangs entspannt im Sitz, später zum Endspurt knieend. U.a. dafür hatten wir es noch mit einer Bodenmatte ausgestattet, das bringt Komfort und einen steiferen Boden für etwas mehr Geschwindigkeit.

Auch die Paddel sorgten für einen Blickfang,
und gutes Vorrankommen
Als Paddel dienten die Shearwater Faltpaddel, aka "Entenfüße", stilecht bei  all den Schilfgürteln. Die Größe und Form der Blattfläche bietet aber auch eine sehr effizienten Vortrieb.

Das Tragen von Schwimmwesten war Pflicht, richtig so. Die aufblasbaren Anfibio Buoy Boy haben uns jedenfalls nicht behindert.

Schuhe mussten amphibisch sein, klar. Wir haben hier auf Crocs Offroad (Sven) und Keen Sandalen (Oliver) gesetzt.

Fazit: Wir hoffen auf eine Etablierung der Bootsklasse "Packraft" bzw. auf eine eigene Streckenführung in 2017. Vielleicht entwickelt sich die Veranstaltung zu einem richtigen Adventure Race! Wir werden die Gespräche mit dem Veranstalter führen und hier rechtzeitig informieren.

Quelle: BiberTours

20.09.2016

Der 1000seen Marathon in Mecklenburg

Jedes Jahr Ende September findet der 1000seen Marathon als eine etablierte Veranstaltung der Paddlerszene statt und dieses mal sollen auch Packrafts nicht fehlen! Meldet euch an und verstärkt unsere eigene Bootsklasse! Wir sind natürlich auch dabei! 

Die Strecken führen durch die schönsten Teile der Kleinseenplatte. Neben dem sportlichen Event ist der 1000seen-Marathon ein beliebtes Paddler-Saisonabschluss-Treffen.

Wann? 23. - 25.09.2016
Wo? Mecklenburgische Seenplatte
Adresse: Bibertours, Campingplatz C24
Diemitz Schleuse 1, 17252 Mirow

Mehr Infos hier.






















Den Teilnehmern stehen drei verschiedene Strecken zur Auswahl:

Halbmarathon ~21km – Start 9:00 h
Marathon ~42km – Start 08:30 h
Langstrecke ~62km – Start 8:00 h


Zum Teilnehmen oder Nacherfahren besonders geeignet: Der Halbmarathon 
~21 km, Datum: 24.09.2016, Start: 9:00 Uhr



Streckenbeschreibung:


Start ist westlich der Diemitzer Schleuse im Gr. Peetschsee. Nach einem kleinen Kanal fahren Sie auf den Vilzsee. Halten Sie sich gleich am Anfang des Sees östlich und folgen Sie der Oberbek bis zur Fleether Mühle. Hier befindet sich eine Umtragestelle ca. 50 m über die Straße. Fahren Sie dann den Bach entlang auf den Rätzsee Richtung Osten. Nachdem Sie den ca. 4 km geraden, motorbootfreien Rätzsee durchquert haben, finden Sie am Ende Richtung Süden einen weiteren Bach, die Drosedower Bek. Fahren Sie diesen Bach entlang, bis Sie den Gobenowsee erreichen. Fahren Sie auf den See hinaus und biegen dann Richtung Osten ab. Fahren Sie solange Richtung Osten bis Sie den Wendepunkt (Floß) erreichen, welchen Sie umrunden und wieder auf den Gobenowsee zurückfahren. Halten Sie sich weiter südlich, um die Dollbek zu passieren. Nach dem Durchfahren der Dollbek, erreichen Sie den Labussee. Fahren Sie nun auf den Labussee Richtung Westen hinaus. Sie müssen nun nur noch bis zur nord-westlichen Bucht des Sees paddeln, um zum Ziel vor dem Campingplatz C24 zu gelangen.

29.07.2016

Packrafting in Neuseeland (Revierbeschreibung Südinsel)

Die folgende Revierbeschreibung stammt von David Pöhling, der ein halbes Jahr in Neuseeland verbracht hat und auf seiner Reise natürlich auch ein Packraft dabei hatte.

Allgemein:

Neuseeland ist mit ca. 270.000km² ziemlich genau 100.000km² kleiner als Deutschland, hat dafür aber ca. 76 Millionen Einwohner weniger. Hieraus lässt sich schließen dass dort gewaltig viel Platz der vielerorts unberührten Natur überlassen ist. 



Hinzu kommt einer der genialsten und bestorganisiertesten Wanderwege und Hüttennetzwerke das ich bisher erleben durfte. Diese Hütten werden größtenteils vom Department of Conservation (DoC), einer Art Staatlichen Naturschutzbehörde, gewartet und betrieben. Auf die Fläche Neuseelands sind ca. 900 Hütten des DoC verteilt. Die Hütten sind alle sehr spartanisch ausgestattet, aber genau das ist es, was viele reizt. In den meisten Hütten gibt es für gewöhnlich Matratzen, Kerzenhalter, eine Regenwasserversorgung und eine Feuerstelle (nur bei Hütten unter der Buschlinie). Diese Hütten kosten pro Nacht zwischen 0-15 NZ$. Als Option für Leute die Länger in NZ verweilen wollen bietet sich der Backcuntry Hutpass an, er kostet 90$ für 6 Monate und man kann nahezu alle Hütten gratis Nutzen. 

Das Hüttensystem ist genial für alle Outdoor-Enthusiasten, vor allem aber für Packrafter, da wir ja ohnehin schon ein Boot mittragen müssen und uns so das Zelt i.d.R. sparen können. 

Vorweg sei gesagt dass es in Neuseeland eine Wasserpest gibt, DYDIMO. Für den Menschen ungefährlich, für die Flüsse und Seen aber katastrophal. Sie wird durch Wasserpartikel übertragen. Es reicht ein einziger Tropfen infizierten Wassers um einen bis dato nicht infizierten Fluss/See zu infizieren. Darum muss vor/nach jedem Packrafteinsatz die gesamte Ausrüstung die mit Wasser in Berührung gekommen ist mit einer Seifenlauge oder Salzwasser Abgewaschen werden und für mindestens 48 Stunden komplett Trocken sein. Jeder Nationalpark und jede größere Stadt hat ein DoC Office, welches eine Reinigungsstation für Ausrüstung hat - diese kann gratis benutzt werden. Wer wissentlich ein Gewässer infiziert kann mit 100.000$ Strafe geahndet werden.

Jedes Gewässer ist als infiziert anzusehen, auch wenn es nachweislich nicht infiziert ist.

Kleiner Tipp: das Meer ist in NZ nie weit, also einfach eine kleine Paddeltour auf dem Meer, 3 Tage am Strand entspannen und das Packraft gut trocknen.


Die Tour:

In meiner Gebietsbeschreibung werde ich auf den Süden der Südinsel eingehen, größtenteils den Fiordlandnationalpark. Hier habe ich meine meisten Trips unternommen und es ist ebenfalls die für mich eindrucksvollste Gegend. Leider habe ich nicht auf all meinen Packraft-Touren Fotos gemacht, da ich häufig meine Kamera in mehreren wasserdichten Säcken tief im Rucksack verstaut oder schlicht nicht mitgenommen habe. 

Als Basislager empfiehlt sich in der Gegend der Ort TeAnau. Von hier aus sind die Schönsten Wanderungen und Flüsse schnell zu erreichen und hier gibt es auch einen der raren größeren Supermärkte. Als Unterkunft bietet sich der Holiday Park gegenüber des DoC office an. Hier gibt es einen beheizten Trockenraum und sehr große Schließfächer die man für 10$ praktisch so lange nutzen kann, wie man möchte - ich hatte meinen ca. 5 Monate.

Für sämtliche Touren die ich beschreibe könnt ihr euch vom DoC gratis eine PDF Broschüre über die Wanderwege und Hütten runter laden oder im Shop kaufen. Diese werden immer über aktuelle Sperrungen, Gefahren und Preise Aktualisiert. Hierzu einfach den Namen mit dem Anhängsel DOC googlen.

Für Leute mit Windowsphone empfiehlt sich die APP: NZ TopoMap.

In NZ sind sogenannte PLB´s sehr verbreitet, denn da es praktisch nirgends Mobilempfang gibt ist so ein Satelliten-Ortungs-/Rettungs-system im Ernstfall eure einzige Chance. Diese können günstig (mit teurem Vertrag dafür Zusatzfunktionen) oder teuer (kein Vertrag nötig) gekauft werden. Wer keines kaufen möchte kann dieses praktisch überall in NZ ausleihen (einfach im DoCoffice nachfragen). Die Luftrettung ist in ganz NZ kostenlos, auch für Touristen. Weil dieser Service von Spenden finanziert wird diesen bitte nicht wegen schlechten Wetters oder ähnlich banalen Gründen ausnutzen.

Der Fiordland Nationalpark - eine der regenreichsten Regionen der Erde. Es ist schon vorgekommen dass es +-1000mm Regen in 24h gab. Durchschnittlich über 8000mm Regen im Jahr!
Es ist einer der am schwersten zu besichtigenden Nationalparks in NZ. gerade aufgrund seiner Größe und der geringen Dichte an Infrastruktur. 

Da die beschrieben Flüsse in der Regel fernab von Allem liegen gibt es leider keine Pegelstände. 
Auf der folgenden Seite lassen sich noch weitere interessante Flüsse und eventuell auch der ein oder andere Aktuelle Pegelstand finden: http://rivers.org.nz

Die Flüsse:

1. Fluss: Waiau River (sehr einfach - infiziert - immer befahrbar - Vorsicht vor Jetboats)

Von Lake TeAnau nach Lake Manapouri

Dieser Fluss ist entspringt dem zweitgrößten See Neuseelands und ist die Grenze des weltberühmten Fiordland Nationalparks. Man kann diese Tour als eine Tagestour oder mit einer Übernachtung in der Shallowbay Hut gestalten.

Je nach Windrichtung kann man das Boot direkt in der Stadt TeAnau in den See einsetzen und Richtung Süden zu den nicht verfehlbaren Controllgates paddeln. Da hier häufig ein starker Südwind bläst besteht aber auch die Möglichkeit entlang des Sees, auf einem sehr gut ausgebauten Wanderweg zu den Cotrollgates zu gehen (ca. 45 Min.). Dieser Weg ist auf jeden Fall lohnenswert, da man an der Bird Sanctuary vorbeikommt (DoCeinrichtung). Dort kann man nahezu ausgestorbene Vogelarten sehen (Takahe, Kaka usw.).

An den Controlgates angekommen, ob gepaddelt oder gelaufen, muss man das Boot auf die andere Seite des Tores bringen, ca. 100m. 

Nun ist man auf dem Waiau River, er hat keine nennenswerten Stromschnellen, lediglich leicht kabbeliges Wasser. Die Strömung ist jedoch besonders nach starken Regenfällen nicht zu unterschätzen.

Der Waiau ist ein breiter Strom, daher ist es einfach ihm zu folgen. Der Ausblick wird von der Vegetation und den Bergen des Fiordlandes dominiert.

Nach ca. 3-4 Stunden paddeln erreicht man Lake Manapouri, hier einfach Richtung Westen entlang des Ufers fahren. Nach ca. 300 Metern entdeckt man unschwer die Shallowbay Hut (5$). 
Von hier aus kann man über den See zur Moturau Hut(45$/ muss Monate im Voraus gebucht werden) paddeln und sich eine der pompösen Greatwalk Huts angucken.

Wenn man in der Shallowbay Hut schläft, empfiehlt es sich ein kleines Feuer zu entzünden da ansonsten in der Nacht Millionen Mücken durch den Kamin in die Hütte kommen und einen zerfleischen. Ansonsten sind die Hütte und die Strände in der Nähe sehr empfehlenswert da es hier kaum Sandflys gibt.


Wer noch am gleichen Tag zurück in die Zivilisation möchte folgt ab der Shallowbay Hut einfach den orangen Dreiecken, bis man auf den Keplertrack kommt. Von dort aus ist TeAnau (ca. 3h) und Rainbow Reach (ca. 45 Min.) ausgeschildert. Von Rainbow Reach aus ist es leicht via Anhalter zurück nach TeAnau zu kommen.



2. Iris Burn (schwierig - wahrscheinlich nicht infiziert - nur möglich nach starken Regenfällen)

Entweder man startet bei Rainbow Reach oder bei der Shallowbay Hut (es empfiehlt sich den Kocher usw. dort zu lassen). Das Boot im Rucksack verstaut und folgt man dem Kepler Track Richtung Iris Burn Hut), an der Moturau Hut vorbei bis zum Dayshelter (ca. 3-4h).

Tipp: INSEKTENSCHUTZ MITNEHMEN, hier gibt es Millionen Sandflys!

Dort könnt ihr das Boot einsetzen, es erwarten euch etliche kleine Wasserfälle (0,5m), viele Stromschnellen (III-IV) und viele Hindernisse (umgestürzte Bäume, vergabelter Fluss usw.) Außerdem könnt ihr die Natur wahrnehmen wie niemand sonst auf dem viel begangen Kepler Track (ca. 8000 Leute pro Saison). Ich habe z.B. Blue Ducks gesehen von noch ca. 90 Brutpaare in ganz NZ.

Nach 3-4 Stunden solltet ihr wieder in den Lake Monowai kommen, von dort paddelt ihr Richtung Norden, zur Moturau Hut. Von dort aus könnt ihr wieder quer über den See Richtung Shallowbay Hut paddeln und dann wie in Tour 1 beschrieben rauslaufen. 


3. Eglington River (einfach - infiziert - Tagestour)

Ihr fahrt mit dem Auto oder am besten per Anhalter von TeAnau aus Richtung Milford Sound. Ihr parkt oder steigt am Walter Creek Campsite aus, dort baut ihr unter der Pein von etlichen Sandflys eure Boote auf und lasst sie zu Wasser. Je nach Regenfall geht es mehr oder weniger zügig voran, der Fluss ist ganzjährig befahrbar. Es geht zuerst durch Tussokflats (Graslandschaften) und nach ca. 30 Min. Kommt ihr in einige traumhaft schöne Grotten, in die einige Wasserfälle Plätschern. Nun Fahrt ihr durch Regenwald.

Nehmt euch am besten ein GPS mit TOPO Karten mit, damit ihr den Ausstieg nicht verpasst.

Bei ungefähr -45.14877, 167,89533 führt ein kleiner Pfand zurück zum STH 94, dieser führt über privates Land. Wenn ihr ganz sicher gehen wollt fragt beim DoCoffice in TeAnau nach der Nummer des Farmers. Aber im Allgemeinen sind die Farmer nett und wenn ihr alle Tore so belasst wie ihr sie vorfindet, spricht eigentlich nichts gegen die Benutzung (Stand 2016).

Von dort sollte es kein Problem sein per Anhalter zurück zum Auto oder nach TeAnau zu kommen. 
Diese Tour wird auch von einer Packraftcompany in Queenstown angeboten, ihr spart ungefähr 200$.


4. Wairaurahiri River (Mittel II-III - 3-4 tägig - nicht Infiziert -Vorsicht vor Jetboats - immer befahrbar - sehr kaltes Wasser um die 7-8°C)

Am besten Fahrt ihr per Anhalter zum Lake Haruko, je nach Saison und Wochenende oder unter der Woche ist es mehr oder weniger einfach ein Auto zu finden. Ich habe ca. 3h gewartet. 

Am Lake Haruko (übersetzt= der Wilde/Unberechenbare) angekommen habt ihr 2 Möglichkeiten. Ihr solltet danach entscheiden wie der Wind steht und wie spät es ist. Es führt ein sehr schlecht ausgebauter Weg, der nur durch den Busch verschläuft und mit Schlam, die ganze Zeit Berg auf Berg ab ohne großartige Ausblicke zu der Teal Bay Hut (ca.10h). 

Wenn der Wind aus stark aus südlicher Richtung kommt solltet ihr wohl besser gehen, ansonsten könnt ihr Paddeln (ca. 2-4h). Es gibt sehr schöne Klippen, Strände, Höhlen und allgemein schöne Aussichten an denen man entlang paddelt. Und als ich Leuten die ich auf der Hütte traf und diesen erzählte wie gut mir der Weg gefallen hat wurden sie ziemlich neidisch.



Dort verbringt ihr die erste Nacht. Am nächsten Morgen paddelt ihr weiter Richtung Süden, die Flussmündung ist nicht zu verfehlen. Am Anfang mit sehr gemäßigtem Tempo, später immer schneller. 

Es ist gut möglich das euch einige Jetboats entgegen kommen, diese hört man aber schon lange im Voraus. Nach etwa 5h solltet ihr die Waiarauhiri Hut erreichen. Sie liegt direkt an einer hohen Hängebrücke, an der ihr problemlos anhalten könnt. 

Dort könnt ihr die zweite Nacht verbringen (gute Hütte), sehr schöne Küste, eine Lodge mit heißer Dusche, Bier und Kaffee ist auch ca. 1 km. entfernt. Oder falls ihr Hummeln im Hintern habt und noch genug Zeit habt könnt ihr gleich weiter zur Port Craig Schoolhouse Hut (noch schönere Hütte, aber häufig sehr voll) laufen (ca. 2,5-5h), dort befindet sich ebenfalls auch eine Lodge in der Nähe. Der Southcoasttrack zur Port Craig Hut führt über eine alte Eisenbahnstraße und ein paar alter Viadukte, dies ist aber leider weit weniger interessant als es klingt. 

Je nachdem wo ihr die zweite Nacht verbracht habt lauft ihr entlang des Soutcoast Tracks zurück in die Zivilisation. Von der Port Craig Hut sind es ca. 5-7h durch eine traumhaft schöne Landschaft zurück zu einem Parkplatz. Dort startet auch der Humpridge Track (teurer Privattrack, daher die Lodges). In den Sommermonaten ist Humpridge Saison, daher ist es sehr leicht einen Lift in die nächste Stadt zu bekommen. 


5. Lake Monowai (einfach - nur bei Nord/Ost Wind starten - 3-5 Tage Tour)

Diese Gegend empfiehlt sich aufgrund sehr schöner und offener Landschaften auch sehr zum Wandern! Ihr Fahrt mit dem Auto zum Freecampsite Lake Monowai.

Dort geht ihr den Lacke Monowai Lookout Track bis zum Ende, wo ihr die Boote aufblast. Von hier aus paddelt ihr einfach den See entlang, ca. 10-15km bis ihr die Eel Creek Hut erreicht. Dort schlaft ihr. 

Am nächsten Morgen paddelt ihr weiter in Richtung Westen bis ihr die Monowai Hut erreicht. Dort Schlaft ihr oder geht weiter zu der Clark Hut. 

Am nächsten Tag geht ihr zu der Greenlake Hut, eine der schönsten Hütten. Hier solltet ihr eventuel einfach einen Tag Pause einlegen. Man kann auf dem See paddeln, sich über DYDIMO informieren (!!!), einige der Berge in der Umgebung besteigen, sich ohne Sandflys draußen hinsetzen oder einfach lesen. 

Von dieser Hütte aus dauert es nur wenige Stunden um zurück zum Monowaicampsite zu gelangen. 


6. HollyfordPyke Loop (Paddeln einfach, Gehen teilweise schwierig - 6-8 Tage)

Ihr fahrt mit dem Bus (tracknet ab TeAnau), Auto oder Anhalter zum Ende der Hollyfordroad (zweigt von der schönen Mildordroad STH94 ab).

Wahlweise könnt ihr auch schon am Gunn Camp starten, hier gibt es noch einige Stromschnellen im Grad III die euch auch zum Ende der Hollyfordroad führen. 

Hier gibt es noch einen kleinen Ausflug, wo ihr unter der Hängebrücke, am Start des Hollyfordtracks, den Flusslauf Richtung Norden hoch laufen könnt und nach ca. 30 min steht ihr am Fuße der Humboldt Falls - ein toller Anblick. 


Zurück im Packraft folgt ihr einfach dem Fluss, man muss nicht auf viel achten, lediglich auf die schöne Umgebung und die Bäume im Wasser.
Eine sehr schwierige Stromschnelle, wahrscheinlich wohl Grad 5-6 ist in etwa bei den Koordinaten -44,60058, 168,11076. Wer sein Leben liebt sollte diese am besten umgehen, angeblich gibt es auf der in Stromrichtung auf der rechten Seite eine Art kleinen Weg/Schneise in den Bäumen, durch die die Jetboats gezogen werden. Da ich mir allerdings einen Weg durch den Urwald gebahnt habe kann ich diesen nicht näher beschreiben. 

Hinter der Stromschnelle kommen noch ein paar kleine leichtere, vielleicht Grad II.

Irgendwann wird ein großer Fluss aus Richtung Norden in den Hollyford fließen, bei -44,55556, 168,12599. Hier landet ihr hinter dem Zufluss an, verstaut eure Boote im Gebüsch und bahnt euch einen Weg durch den Busch auf den Hollyfordtrack (ist schwer zu verfehlen dank einer Felskante/stark ansteigenden Berges). Etwa 100m leichtes Bushbashing. Natürlich speichert ihr euch am besten die Position der Boote im GPS. Und das Anknoten nicht vergessen (regenreichste Region der Erde). 
Auf dem Weg angekommen, lauft ihr in Richtung Osten den Weg entlang, über eine große Hängebrücke, dann folgt ihr den Schildern zur Lake Alabaster Hut - eine riesige, moderne Hütte. 

Am Nächsten Morgen geht es zurück zu den Booten. Ihr folgt weiter dem Fluss. Eine Mittagspause bietet sich auf der urigen McKerrow Island Hut an. Dann geht es weiter über den See Richtung Westen, entlang von schönen Klippen, Sandflyverseuchten Stränden und grandiosen Ausblicken auf Gletscher, schneebedeckte Berge  zur Hokuri Hut. 
Wer zulange geschlafen hat könnte auch bereits bei der Demontrail Hut stoppen, sollte aber Proviant für einen Tag mehr einpacken.



Am nächsten Morgen wird einfach weiter auf dem See Richtung Westen gepaddelt. Der Flussanfang ist nicht zu verfehlen. Ihr stoppt an der Martins Bay Hut, direkt an der Küste. Dort ist es wunderschön.
  
Tipp: Wenn ihr die Landschaft ohne Sandflys genießen wollt dann solltet ihr in euren Booten auf die Landzuge auf der anderen Seite des Flusses übersetzen. Da Sandflys keinen Sand mögen sind hier kaum welche und dort ist auch eine tolle Stelle für ein Lagerfeuer.  
Unweit der Hütte ist eine Seehund Kolonie und eine Lodge mit Flugfeld, falls ihr Kuchen oder der gleichen braucht. 

Hier werden die Packrafts eingepackt, am nächsten Morgen wird zur Big Bay Hut gegangen. Vorher sollte man sich informieren wann Ebbe ist, ansonsten ist das Ganze ein extrem hartes Bushbashing. 
Bei Ebbe kann einfach dem Weg bis zu den Seehunden gefolgt werden und von hier geht es an der Küste über Felsen und Strände entlang. Die Nacht verbringt ihr in der Big Bay Hut.

Am nächsten Morgen lauft ihr über eine alte 4WD Straße hoch zum Pyke River - diesen kann man ebenfalls nur mit viel Mühe verfehlen. Sobald ihr auf den Hauptarm trefft könnt ihr wieder in die Boote steigen. Von hier  aus folgt ihr dem Fluss, überquert den Lake Wilmont, folgt wieder dem Fluss bis ihr schließlich zu der Olivine Hut kommt, welche man an einem kleinen Cabelcar über einem Seiten Fluss erkennt, -44,44365,  168,21401. Hier verbringt ihr die Nacht.

Am nächsten Morgen folgt ihr wieder dem Fluss, quert die Lake Alabaster (eventuell werdet ihr Bruce treffen, er gibt sich als DoC Ranger aus, lebt in der Nähe des Sees und bringt ab und an Wanderer gratis mit seinem Boot über den See, eventuell nimmt er euch auch mit) und kehrt schließlich wieder bei der Lake Alabaster Hut ein, hier endet das Boot fahren, also alles einpacken. Wenn ihr genug Zeit habt könnt ihr noch weiter zu der Hiddenfalls Hut laufen. 

Wahlweise könnt ihr auch in einem längeren Marsch von der Lake Alabasterhut am nächsten Tag die Hollyford Road erreichen.

Dieser Trip ist ebenfalls über die Company in Queenstwon buchbar, ihr spart 2000$

Weitere Tipps: 

7. Leute mit Bergesteigerambitionen können mit ihrem Boot auch über den Milford Sound zum Sinbad Gully fahren, -44,65843, 167,89765 und dort den Mitre Peak besteigen. Da man hier allerdings Bersteigerfähigkeiten braucht werde ich dies nicht näher beschreiben. 

8. Kurze Flussüberfahrt in Manapouri. Danach kann man auf einem kleinen gut ausgebauten Rundweg wandern und an einer der wenigen Stellen in NZ eine intakte Vogelwelt bestaunen. 

9. Nahezu am Südlichsten Punkt der Insel findet ihr Curio Bay, wo auch Pinguine, Delfine und Seelöwen sind. Hier kann man super mit Delphinen paddeln, aber bitte lasst die Delphine auf euch zu kommen und verfolgt sie nicht. 

01.07.2016

Fishing in Argentina

Fellow Sean Colling from the UK send us these set of pictures from his fishing Trip in Argentina with the following quote:

"We covered around 80km with luggage in these rafts. Our location war the Rio corrientes Argentina. I cought the biggest golden dorado of my life in this raft weighing around 15kg. Great memories!

The rafts held up very well despite us trying our best at overloading them! Myself along with 4 other guys used the same rafts bought in May. All of us were thoroughly impressed, fantastic kit." 







29.06.2016

Instagram - Fotos gesucht!

Neue Bilder, neue Plattform, erweiterte Community: Besucht uns auch auf Instagram, vorzugsweise vom Mobiltelefon!

Wenn ihr selbst gute Bilder von euren Touren zur Veröffentlichung habt (auf Wunsch selbstverständlich mit Quellenangabe), schickt uns diese an instagram@packrafting.de

Instagram ist ein app-basierter Kanal zum Teilen und Vernetzen von Bildern mit und von anderen.

Lasst euch inspirieren.
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New pictures, new platform, extended community. Join us on Instagram, preferably from your mobile and get inspired by our way things  packrafting.

If you also have great pictures from your trips to be published (with credit of course), send them to instagram@packrafting.de.

Instagram is an app-based channel to share and network pictures with and from other people. 

24.06.2016

The Lipid Raft!

A new Packraft? Well, let us introduce: The Lipid Raft! 

A new species has arisen from a cooperation in biotechnology with a company named Lipotype. It is not fat tubes or fat bikes, but indeed fats, or lipids, that come into focus with this raft!

From left to right, Prof. Kai Simons and the Lipotype Team at BioInnovationsZentrum.
It is actually one of our MRS Pontos that has a new role or branding now. Not transporting packs and people, but a message: The Lipid Raft! will symbolize Lipotypes main scientific concept, the lipid raft idea

Do you want to raft with us? 
We are happy to provide a packraft as a communication tool for their marketing activities and gave it to the Lipotype team last week. It is now officially part of Lipotypes (re)presentation. Another example of the versatility of packrafts ;) Easy to transport, big to impress, even in business class ;)

If you are in research, especially in biotechnology, spot The Lipid Raft! on one of the next conferences such as Metabolomics in Dublin in next week! 

Moreover, if you indeed want to know the exact lipid signature of a biological sample, shop Lipotypes lipid analysis and join the lipid revolution!

Otherwise, stay with us for your packrafting resolution :)

01.06.2016

How to - Anbringen einer Richtungsflosse (Finne/Skeg)

Rene und Nadine im Adventure X2 (mit  Finne :)
Rene Dannenberg liefert uns einen Erfahrungsbericht zu dem Thema Boots-Stabilisierungsfinne/ Richtungsflosse!

Packrafts sind nicht besonders spurstabil, das ist allgemein bekannt. Der Flache Boden ist eher besonders drehfreudig. Auf offenem Gewässern, ggf. beim Segeln, v.a. aber alleine in einem Zweier wünscht man sich jedoch Unterstützung. Jedes Boot profitiert auf Stecke von Führung eines Kiels.

Grundsätzlich gab es bisher mäßigen Erfolge bei der Nutzung einer Finne (Skeg). Die Richtungsflosse wurde üblicherweise zentriert am (flexiblen) Boden angebracht und war aus biegsamen Material. Beides hat dazugeführt das die Effektivität sehr zu wünschen übrig lies. Der Nutzen war begrenzt. Wir haben eher davon abgeraten.

Der Trick ist nun jeweils eine Finne an den Schläuchen anzubringen! Außerdem gibt es Richtungsflossen aus steifem Material!

Man kann eine oder mehrere Flossen montieren. Entweder jeweils am Seitenschlauch  (so wie Rene, siehe Bild unten) oder zentral auf dem Heckschlauch (v.a. im Falle einer einzelnen Finne). Auch am Bug ist eine (zusätzliche) Finne denkbar, zumindest wenn der Bug nicht stark hochgezogen ist. Jedenfalls sollte man eine Finne NICHT unmittelbar am Boden anbringen (instabil).

Hier die weitere Anleitung zur Montage am Beispiel des Adventure X2 (gilt für alle Packrafts):

MRS Adventure X2 mit zwei Richtungsflossen an den Schläuchen





 
"Mein Ziel war es, dem Adventure X2 einen noch besseren Geradauslauf zu geben."

Materialien

Neben der Richtungsflosse benötigt man jeweils eine Haltelasche, welche am Boot verklebt wird. Die Lasche kann man aus Bodenmaterial selber zuschneiden* oder fertig kaufen. Den Kleber ebenso. 

Anbringen

Für das Aufkleben der Haltelasche empfiehlt es sich, die Stege zwischen den Schlitzen mit Tape gegen Kleber zu schützen. Der Klebevorgang (Einstrich, Antrocknung, Reaktivierung, Fügen) ist analog zum dem für andere Anbauten (Genaue Anleitung dazu hier).

Schutz mit Tape
Auf dem Bootskörper ist die Klebestelle anzuzeichnen und außen herum am besten ebenfalls gegen ungewollte Klebeflecken mit Tape zu schützen. Die Stelle wo später die Haltestege sitzen darf kein Kleber abbekommen und wird ebenfalls mit Tape geschützt.

Aussparungen mit Tape
Wenn der Kleber aufgetragen und angetrocknet ist, kann das „Schutz-Tape“ auf Boot und Haltelasche wieder entfernt werden. 

Um die 2x mit Kleber bestrichenen Flächen final zu verbinden, macht es sich gut, diese aufeinander zu legen und an einem Ende mit Tape gegen Verrutschen aufeinander zu fixieren. Von der anderen Seite her kann man dann die Klebeflächen Stück für Stück mit einem Fön auf 60°C erhitzen. Diese aktivierten noch heißen Stellen werden fest aufeinander gepresst, ergeben eine gute Klebeverbindung.

Die Große Fläche der Haltelaschen habe ich so in 4 Teilabschnitten erhitzt und verklebt. Die Verstärkung der Stege wird zuerst geklebt.

Montage

Unmontierte Finne
Montierte Finne
Diese Kunststoff-Flosse hat in Fahrtrichtung einen langen Einschnitt und hinten einen kurzen. VOR dem Aufblasen des Bootes wird die Flosse zuerst in Fahrtrichtung in die Haltelasche geschoben und dann zurück unter den hinteren Haltesteg. Mit dem Aufblasen des Bootes arretiert sich die Flosse dann fest in der Haltelasche und lässt sich nicht mehr verschieben. 

Fazit

Mein Adventure X2 hat den Test mit zwei Richtungsflossen bravourös absolviert. Der Geradeauslauf ist stark verbessert und bei Segelabschnitten mit großen durchsichtigen Regenschirmen wurde auch die seitlich Abdrift merklich verringert.




*Das Bodenmaterial für den Bootstyp MRS Adventure X2 habe ich mit einer Haltelaschen-Schablone aus Papier angezeichnet und entsprechend ausgeschnitten. Für die außen liegenden Schnitte macht sich eine scharfe Küchenschere gut. Für die inneren Schlitze sind Lochzange und Cutter-Messer nützlich. Die Stege sind auf der Unterseite mit einem rechteckigen Streifen verstärkt – also auch diese Streifen zuschneiden."