17.09.2019

WUNDER DER ELBE (BUCH UND REVIER)

Die Elbe ist wirklich außergewöhnlich. Als unserem Hausfluss haben wir das auch erst spät erkannt! 600 frei fließende, naturnahe Kilometer sind einmalig in Europa. Statt kanalisierter Wasserstraße wie Rhein, Main oder Mosel warten einladende Sandstrände, Auenwälder, Störche, Biber und sogar Lachse. 

Wilde Wiesen laden Packrafter zum Genießen ein

Von der tschechischen Grenze bis kurz vor Hamburg unterbricht keine einzige Staustufe ihren Lauf. Das Ergebnis ist eine Dynamik im Flussverlauf die sich nicht nur durch angenehme, durchgehende Strömungsgeschwindigkeit auszeichnet. Viel wichtiger, man kann einen lebendigen Fluss im Wechsel von Hoch und Niedrigwasser erleben. Mehrere UNESCO- Biosphärenreservate in Form ungestörter Auen reihen sich hier aneinander. 
Zu Recht widmet sich ein ganzes Buch diesem Naturraum. Nicht verwunderlich beschreiben wir es als ein lohnendes Revier. Unsere Empfehlung sind insbesondere die Abschnitte Torgau – Dessau (110km), Dessau - Magdeburg (65km), Tangermünde - Wittenberge (80km), Wittenberge - Lauenburg (120km).

Bei aller Schwärmerei, bei aller Begeisterung, es bleibt einiges zu tun.

Staustufen sind das eine, Uferbefestigungen das andere. Charakteristisch für die Elbe sind leider auch die Buhnen und Deiche. Erstere drängen das Wasser in Flussmitte, was die Fließgeschwindigkeit und damit über die Sohlerosion bzw. die (für die Berufsschifffahrt erwünschte) Wassertiefe erhöht. Deiche begrenzen die wichtigen Überflutungsbereiche für natürliche Hochwasser.

Mehrere Initiativen setzen sich dafür ein, Buhnen zurückzubauen, um die Sohlerosion zu stoppen sowie Deiche zu verlegen, um Auenflächen vergrößern. Eine Unterstützung in Form von Mitarbeit, Spende oder Medienberichten ist überall erwünscht:

elbeinsel.de / elbe-saale-camp.de / ProElbe.de / bund.net/elbe

Buchvorstellung

Das Buch „Wunder der Elbe“ versucht dem Leser diese wiedererstrahlende Schönheit anhand der Elbe vor Augen zu führen und zeigt andererseits auch auf, wo in der Gegenwart und Zukunft noch Baustellen für eine weitere Verbesserung liegen.  „Wunder der Elbe“ spiegelt die Begeisterung des Autors Ernst Paul Dörfler für den Sieg der Elbe über die industrielle Verunreinigung wider. Weiterhin soll es den Leser ermutigen, die Natur rund um die Elbe mit ihren Bibern, Reihern, Fischen, Insekten, Blumen, Gräsern, Kleingetier, Hoch- und Niedrigwasser, Baumgruppen und majestätische Bäumen zu entdecken.

Lebenslauf eines stillen Wunders

Auch Kultur kommt an den Ufern der Elbe nicht zu kurz.

Die längste Zeit lebte die Elbe nach ihren eigenen Regeln und anfänglich schaffte es auch der Mensch, in friedlicher Koexistenz mit ihr auszukommen. Er bekam dafür Wasser zum Trinken, Fische zum Essen, Holz zum Kochen, Wärmen und Bauen und Fruchtbaren Böden der Auen. Aber nach einem ersten harmonischen Miteinander begann der Mensch, getrieben von Profitgier, das ökologische Gleichgewicht in ihren Grundfesten zu stören. Denn vor 200 Jahren wurde damit begonnen, die Elbe schiffbar zu machen. Hierfür mussten klare Ufer definiert, der Fluss eingeengt und die Deiche erhöht werden. Dies stellt den Anfang eines unvergleichlichen Niedergangs an Artenvielfalt in der Elbe dar. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts kam die Elbe dann, bedingt durch Abwässer der Städte und Industrie, an ihrem Tiefpunkt an. Nahezu für ein halbes Jahrhundert wurde sie in einen Abwasserkanal der Superlative verwandelt.
Bedingt durch die politische Teilung Deutschlands blieb die Elbe von einer weiteren Modernisierung zur Wasserstraße verschont. Somit ist sie heute ein weitgehend freifließender Strom auf 600 km Länge. Dies ist für Deutschland einmalig.  Heute ist die Elbe Deutschlands größtes Schutzgebiet sowie Europas größtes Auenschutzgebiet und wurde aufgrund ihrer Einzigartigkeit zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt.

Albis – Weich in Sand eingebettet 

Mit nackten Füßen im Sand lässt sich der
Strand genießen.
Die Elbe ist Europas größter Sandstrom, da das Flussbett der Elbe größtenteils in Sand eingebettet ist. Daher wurde sie von den Römern auch Albis-weißer Fluss genannt.  Aber seit 200 Jahren erfährt die Elbe durch Menschenhand eine Versteinerung, um sie an die Bedürfnisse des Menschen weiter anzupassen. Dies hat weitreichende negative Konsequenzen für den Fluss und seine Umwelt. Denn die Elbe gräbt sich immer weiter in ihr eigenes Flussbett ein, da sie den Sand des Ufers nicht mehr nutzen kann. Bedingt durch einen Sandentzug fällt der Wasserspiegel von Jahr zu Jahr weiter ab. Folglich wir den Auenwäldern durch diesen Prozess das Wasser abgegraben und es droht ihnen die Austrocknung. Aber der Widerstand der Menschen in Europa gegen weitere wirtschaftliche Großprojekte zum Ausbau der Flüsse wie Donau, Loire und Elbe nimmt zu. So wurde etwa 1996 durch eine Großdemonstration in Frankreich der Bau des Rhein-Rhone Kanals verhindert. 
Auch wird versucht, durch grüne Klassenzimmer und Kurse am Fluss ein Verständnis für diesen zu schaffen und dem Schüler die Möglichkeit zu geben, die Naturwissenschaft mit allen Sinnen zu erleben.

Malerisch weiße Sandstrände sind das typische Merkmal des letzten freifließenden Flußabschnittes Mitteleuropas 

Ein König kehrt zurück

Durch die deutliche Verbesserung der Wasserqualität sowie dem Rückbau von Wehren in der Elbe und ihren Nebenflüssen konnte 1995 mit einer Wiederansiedelung des Lachs begonnen werden. Einst fürstliches Monopol und größte Einnahmequelle der Adelshäuser war der Lachs im 20. Jahrhundert in der Elbe gänzlich ausgestorben. Aber bedingt durch sauberes, fließendes Wasser und einer abnehmenden Anzahl an Barrieren wie Stauwehren, kann auf eine umfangreiche Rückeroberung der Elbe durch den Lachs gehofft werden.

Entlang der Elbe laden die idyllischen Wiesen zum Nächtigen ein

Auenwälder – Hüter der Erinnerung längst vergangener Zeiten

Einst undurchdringlich und märchenhaft, sind sie heute in Europa nur noch selten anzutreffen. Doch im Bereich der mittleren Elbe gibt es ihn noch: den scheinbar undurchdringlichen Urwald mit alten Eichen, Ulmen und Eschen, Sträuchern, Wildständen, mal überflutet mal trocken. Teilweise sind in den Auen noch etwa 500 Jahre alte Eichen zu finden, welche somit Zeuge aus der Zeit von Christoph Columbus waren.

Zwischen den Städten Wittenberge und Lauenburg ist über viele Kilometer
noch die Urform eines typischen Auenwaldes anzutreffen

Die Bewohner der Elbe und ihrer angrenzenden Gebiete

Aus dem Boot heraus lassen sich die Tiere aus einer
ganz neuen Perspektive beobachten
Das Buch geht sehr umfangreich auf die tierischen Bewohner der Elbe ein. Einst mit nur noch 200 Tieren, stand der Biber an der Elbe kurz vor dem Aussterben. Aber durch den erfolgreichen Schutz engagierter Tierliebhaber konnte sich ihre Zahl auf nunmehr 6000 Tiere erholen. Denn ab 1929 wurde das Jagen der Biber unter Strafe gestellt. Mit umgerechnet 615 € Strafe stand der Artenschutz damals nicht nur auf dem Papier, sondern wurde auch wirklich ernst genommen. 
Auch der gemeine Weißstorch sowie der Schwarzstorch finden in dem Buch von Ernst Paul Dörfler umfangreiche Erwähnung. Denn die angrenzenden Wiesen der Elbe sowie ihre Auen bieten den perfekten Lebensraum für Störche.

Über den Autor

Dr. rer. Nat Ernst Paul Dörfler, Jahrgang 1950. Geboren in Kemberg bei Lutherstadt Wittenberg. Von 1977-82 Ökochemiker im Institut für Gewässerschutz Berlin (Ost), Autor mehrerer unveröffentlichter (geheim gehaltener) DDR-Umweltstudien. Seit 1983 freiberuflicher Schriftsteller und Publizist in Steckby bei Dessau und engagiert im Umweltverband BUND für den Schutz der Elbe. 2002-2010 diverse Preise (u.a. EuroNatur) für Buch und Engagement.

Website: elbeinsel.de

Kontakt zum Verlag / Info zum Buch

Ernst Paul Dörfler
Wunder der Elbe
Biografie eines Flusses

120 Seiten, 140 farbige Abbildungen gebunden, 24 x 22 cm
14,80 EUR
ISBN 978-3-932863-40-0

Verlag Janos Stekovics
Link zum Buch

Erfahre die zurückgewonne Schönheit der Elbe und lerne sie auf jedem ihrer bezaubernden Kilometer selbst kennen.



27.06.2019

BUCHVORSTELLUNG: "WILDSWIMMING ALPEN"

Es sind die bisher heißesten Tage des Jahres. Wie wäre es einmal auszusteigen und einzutauchen, das Boot sprichwörtlich zu verlassen. Wie wäre es mit etwas „Wildswimming“, d.h. nicht bloß eine Badepause einzulegen, sondern das Gewässer bewusst schwimmend zu erleben?

Es soll Menschen geben, die legen sich ein Packraft nur dafür zu, es schwimmend hinter sich herzuziehen, als Pausenplatz, Gepäcktransport und Begleitung von Personen … aber so weit sind wir noch nicht.

Bergseen kann man auch paddeln. Wir haben uns die Buchenegger Wasserfälle aus "Wildswimming Alpen" rausgesucht und sind sie gepaddelt, nicht runter, aber fast drunter. Und Schwimmen waren wir natürlich auch.

Was ist „Wildswimming“ überhaupt?

Wildswimmimg ist das (Auf-)suchen von ursprünglichen Schwimmplätzen und Schwimmstrecken in natürlichen Gewässern. Das ist oft mit mehr oder weniger langen Wanderungen oder Radtouren verbunden und hat schon von daher viel mit Packrafting gemeinsam. Wildswimming bedeutet ebenso unberührte Seen, Flüsse und Wasserfälle zu entdecken.

Die Kombination Land + Wasser kann man mit Boot erleben, aber eben auch ohne, so vielleicht sogar noch intensiver. Wildschwimmer sind tatsächlich eine eigene eingeschworene Gemeinde. In jedem Fall ist es die Liebe zum Wasser, die fehlende Scheu es sich zu erarbeiten und die Lust in der Kombination, was sie mit den Packraftern verbindet. Beide suchen möglichst abgelegene, natürliche Gewässer und wollen diese hautnah erleben.


Was liefert das Konzept „Wildswimming“ den Packraftern?

Zum einen ist es die Animation tatsächlich auf Tuchfühlung zu gehen mit dem nassen Element, idealerweise als ergänzende Komponente. Wie wäre es, wenn jeder Paddelausflug mit einem Sprung in Wasser angereichert wird? Das Erlebnis und die Erfahrung wird ungemein intensiver. Vielleicht lässt man tatsächlich irgendwann sogar das Boot zu Hause …

Zum anderen bietet „Wildswimming“ einen willkommenen Anlass neue Gewässer zu erkunden. Für potentielle Schwimmstrecken ist ein Packraft schließlich genauso geeignet. Wildwimming liefert dafür so manchen Geheimtipp für ruhige Gewässer abseits der üblichen Wege.


Was bietet das Buch „Wildswimming“ dem Leser?

In 140 Tipps zu Schwimmstellen in den Alpen führt der Autor den Leser an Badeplätze der Extraklasse. Dabei befinden sich die Gewässerempfehlungen im Voralpenland und gehen bis ins Hochgebirge auf über 3200m. Die Locations zum Baden in diesem Buch könnten unterschiedlicher nicht sein. Diese reichen von Badestellen in einem Alpensee vor atemberaubender Kulisse, Wasserfällen, strömenden Flüssen oder auch überfluteten Blumenwiesen und temporären Seen bis hin zum Schwimmen in Höhlen aus blau leuchtendem Eis. Die Badespots befinden sich in Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien und Slowenien.

Bergseen (oder Fälle) kann man auch paddeln :)
Für den besseren Überblick werden dem Leser noch einmal die 5 besten Badestellen in den Kategorien Genussvoll, Herausfordernd, Familienfreundlich und Zugänglichkeit genannt. Das Buch folgt aber nicht nur einfach dem Drang des Abenteurers, ihn mit Informationen zum nächsten Schwimmspot zu versorgen, sondern gibt ihm auch Hinweise für seine Einstellung & Verhalten in der Natur mit auf den Weg.

Neben umfangreichen Wissen zu praktischen Schwimmhilfen wird im letzte Abschnitt des Buches noch auf das Entstehen und Vergehen von Seen eingegangen. Gerade im Zusammenhang mit Berg- und Gletscherseen sind dies nützliche Informationen. Denn anhand von Seen wie der Blauen Lagune im Kleinartal ist zu erkennen, dass ein See nicht unbedingt Uralt sein muss und dieser aufgrund durch Einflüsse seiner äußeren Umgebung wie Niederschlag oder Geröll einer stetigen Veränderung unterliegt.


Was gibt es noch aus der Reihe?

Die Alpen sind erst der Anfang. Weitere Bücher von Hansjörg Ransmayr zum Thema Wildswimming sind:

- Wildswimming Spanien
- Wildswimming Italien
- Wildswimming Frankreich

Ausblick : Islandeering

Das neue (Buch-) Projekt von Hansjörg Ransmayr wird "Islandeering  - 50 unbekannte deutsche Inseln von Wasser & Land aus entdeckt, beschrieben, bebildert" heißen.

Inseln, nicht nur die in den Meeren, sondern auch die in Seen und Flüssen, sind ja bekanntermaßen Sehnsuchtsorte mit besonderer Anziehungskraft.

Hier kommt man wohl nicht mehr um ein Boot herum. Wir bleiben gespannt!


Über den Autor

Plötzlich stand er bei uns vor der Tür, Hansjörg Ransmayr, kräftig gebaut, offen, sympathisch, herzlich. Wir glauben gerne, dass er erste Österreicher war, der die Straße von Gibraltar durchschwamm und sich von der Gefängnisinsel Alcatraz durch eiskaltes Wasser durch nach San Francisco schlug. Noch spannender für uns ist seine Vergangenheit im alpinen Kajaksport. Wir freuen uns auf gemeinsame Projekte in der Zukunft!

Blog www.alpine-swimming.com
FB /alpineswimming,
Facebookgruppe BERGSEEN SCHWIMMEN
Instagram @alpine_swimming

Kontakt zum Verlag / Info zum Buch

Haffmans & Tolkemitt
Leipziger Straße 54
D-10117 Berlin
haffmans-tolkemitt.de

25.04.2019

IN SHALA - OVER THE MOUNTAIN TO THE RIVER (ALBANIA)

Enjoy a story telling video, an interactive tour map, some gear talk and a full cost break down. Albania unfolded.
from Sven Schellin I Anfibio Packrafting
Trip character

Shala is a remote class IV river in northern Albania. The alternate approach on foot requires some off trail hiking, 1500 m elevation gain and a final, long flatware section. Summing up to roughly 60km, doable in 3-4 days.


The ferry to Koman from Fierze or vice versa leaves daily 9:00 / 13.00, but stops only occasionally. 

The hiking traverse to the Shala valley near abandoned village of Brashte is only 15km, but partly offtrail with steep ascent, difficult navigation in the forest part and a likewise decent, which takes about 8-10h.

Shala river runs for 15 km with challenging white water (III-IV), has a final 6 km flat water section and further 10 km to next ferry port. Large parts are in a canyon in very isolated location (no escape), but impressive landscape. 

Follow the map with ground truth GPS record and getagged pictures as well as additional information:


Participant skills

We were a company of experienced, mindful and well known partners, but far from being all experts in every field. Whitewater skills varied. Navigation responsibility was held in the wholes team.

Gear talk

Every trip is unique, everyone is different. We don't believe in standards or worse dogmas. So be it for performance, safety or comfort. This is what WE User on THIS trip. Not been said, this can’t apply to other ventures.

What worked and what didn’t? We were generally pleased with our choice, but have a few things to change.

Packrafts: We used a MRS Alligator 2S, an Alpacka Yukon Yak (thighstraps installed) and a MRS Alligator 2S Pro. All performed well, no complains. 

Paddles: The Anfibio Ultimate held up, but felt too light, we would not it take again! An Aqua Bound Manta Ray Fibre was ok, but not stiff enough. There are better choices such as the Aqua Bound Splat or even better the Anfibio Smash.

Drysuits: The Anfibio Packsuit was very good, especially for its weight. The Anfibio Splitsuit, despite the higher weight, was more convenient on a long river day.

Helmet: Hiko Bukaroo half cut and full cut seemed adequate at 340/430g.

PFDs: For packability we decidied all for Anfibio Buoy Boy in sizes S/M-L/XL. Knowing the limits (no rescue belt), we felt comfortable nevertheless. Buoyancy proofed adequate in one swim. Pull strength was not needed, but we have trust in. For lacking full impact protection (as with foam PFDs) I would include that in the conclusion of going "a tad too light".

Throw rope: Anfibio LifeLine was good, the Anfibio RescueLine is better.  

Salomon XA Pro Trailrunner as a one for all shoe was ok, but too slippery in the river. A dedicated river shoe seems necessary on scouting rich trips.

Pack: The Sixmoon Fusion 65 and HMG Windrider 4400 performed equally well.

Sleeping: Jack R Better Quilt and Thermarests NeoAir were both very good.

Tent: Bear Paw Luna 4 - very good, but could be lighter

Cooking: Homemad alcohole can stove - good as always.

Accessories: Anfibio DeckPack (Prototype) - indispensible 

Our full pack weight including consumables (food for 4 days) was 18kg, which is very good considering the full whitewater setup.

Cost break down

This was a self supported trip with its effect on sharing, but needs organization. Costs derive from 3 people sharing over the course of 7 days (includes a prior trip to Tara canyon for 2 days).

Bus to airport: 24€, airplane (Berlin-Podgorica): 143€, ferry: 5€, car rental (7 days): 50€, comsumables (food, gaz): 70€, hotel: 15€, maps: 10€. Sum per person: 317€

Donation

The same amount spent goes to the campaign "Save the blue heart of Europe". Happy for all who contribue too!

12.04.2019

EINMAL WILDNIS UND ZURÜCK - PORTRAIT ROBERT NEU (ZU GAST BEI MDR RIVERBOAT)

 Robert Neu mag wie viele das Reisen. Doch die Art wie er reist und wo er reist unterscheidet ihn deutlich zu den wohl allermeisten. 

Er lebt nicht nur dafür und damit sondern auch davon, zumindest dem was andere Leute davon berichtenswert halten. Robert ist ein sympathischer Vortrags-Profi und routinierter Referent, der „nebenbei“ die Donau komplett und den Yukon über 3000km im "Schlauchboot" (Packraft) befahren hat.

Wir kennen Robert seit 2015 und sind seitdem als Partner in regelmäßigem Kontakt, gern mit einem Problem direkt von unterwegs :) Mehr zu der einen oder andere Panne im nachfolgenden Beitrag.

Ein Gespräch über seine Reisen war am 12.04.2019 im MDR Fernsehn in der Sendung „RIVERBOAT“ mit Jörg Kachelmann zu sehen. Dort ging es u.a. auch um sein persönliches „Riverboat“ (Packraft).

Im folgenden schildert uns Robert seine Packrafting Reise durch Alaska auf dem Yukon mit seinem "SCHLAUCHBOOT" (MRS Adventure X2).

Den Alltag in Deutschland gegen Freiheit eintauschen

Jetzt stehe ich hier, am Bennett Lake, der Quelle des Yukon und schaue in die Leere. Die Stille schreit mir ins Ohr. Ich habe das hektische Deutschland verlassen und den absoluten Kontrastpunkt gefunden. Die Wildnis Kanadas. 

Den getakteten Alltag der Großstadt einzutauschen gegen Wildnis und Freiheit bedeutet gut planen zu müssen. Lebensmittel für Wochen müssen geruchsdicht verpackt werden. Ich bin in Bear-Country, bin dort zu Gast, wo Schwarzbär und Grizzly zuhause sind. Unbewaffnet, ganz alleine da draußen, wo keiner helfen kann. Ich will vorsichtig sein. Campingequipment und zwanzig Kilo Fotoausrüstung inklusive Drohne packe ich. Puste mein Boot auf.  Aufpusten? Jawohl, ein Packraft soll mich bis zum Meer tragen, ein ultraleichtes Expeditionsschlauchboot. Ich zurre alles fest, verzweifele trotz absoluter Sparsamkeit an der Masse der Ausrüstung und an meinen langen Beinen, die kaum mehr ins Boot passen. Ich baue mein Stativ auf für ein Foto, dann kann es losgehen.

Das Boot bepackt mit gesamter Expeditionsausrüstung

Seit wenigen Tagen sind die Quellseen eisfrei. 150km muss ich ohne Strömung kämpfen. Beim Wetter scheinen die Medikamente schlecht eingestellt zu sein: Regen, Hagel, Sturm und Wellenschlag wechseln sich mit kristallklarem, zutiefst blauem Himmel und Götterruhe ab. Ich nutze das Zwiebelprinzip, wechsele stündlich die Kleidung, friere, zittere, bibbere. Danach bejubele ich die Momente, in denen die Sonne mich küsst.

Unwirtliche Wetterbedingungen im Wechsel mit sonnigen Abschnitten

Es wird eine lange Reise, viele einsame Stunden, knapp vier Monate werde ich benötigen. Habe ich mich um mein Überleben in Form von Camp aufbauen, Feuer machen, Essen kochen, nicht ertrinken und mein Boot nicht zerstechen gekümmert, sind immer noch die Tiere da:  Vorsicht, keine Lebensmittel rumliegen lassen, keine Gerüche, die Hände nicht an der Hose abwischen. Penibel sein. Umsichtig sein. Lärm machen. Gleichzeitig will ich mich ruhig verhalten, will behutsamer Gast auf ihrer Spielwiese sein, will sie sehen und fotografieren. Es ist eine Gratwanderung. Ich sitze vor dem Zelt am Feuer und koche Frühstück, als hinter mir eine gewaltige Elchkuh mit ihrem Zögling ins Wasser steigt. Der Wind steht günstig, sie nehmen mich kaum wahr. Keine 30 Meter trennen uns. Nach dem ersten Schock greife ich zur Kamera und mache Bilder. Es ist aufregend. Ich frage mich, wie es wird, wenn mir der erste Bär durch den Vorgarten rennt?

Sonne tanken für wildere Zeiten mit Sturm, Hagel und Regen

Abenteuer Yukon – Im Land der Bären

Seit Wochen lebe ich in der freien, wilden, ungebändigten Natur. Paddele, koche auf offenem Feuer, zelte auf Sandbänken und wasche mich in eiskaltem Wasser und muss dabei vor Schmerz schreien. Ein ausgiebiges Bad im Yukon dauert zehn Sekunden, keine einzige mehr. Der arktischen Sommer spendet mir dabei ausgiebig Licht: Er ist eine ununterbrochene Folge von Vor- und Nachmittagen. Die Einsamkeit, dem Wetter Tag und Nacht ausgesetzt, die Anstrengung: der Körper zahlt dafür. Der Geist streicht die Gewinne ein.
Auf einer Insel schlage ich mein Lager auf. Ich lasse meine Drohne steigen und bewundere die Perspektive: Wald bis zum Horizont. Zivilisation? Fehlanzeige. Nur ich bin zu erkennen. Auf der Insel stehend, ein kleiner, verwundbarer Punkt.

Das Lager auf einer Sandbank des Yukon aufgeschlagen

Hier gibt es dann die schon lang erwartete Begegnung mit einem Bären. Aber durch Abschreckung mittels Lauten und Körperbewegungen bleibt es bei einer Begegnung mit ausreichend Distanz zwischen mir und dem schwarzen pelzigen Fremden. Trotzdem wird die Begegnung mit einem Bären mir in bleibender Erinnerung bleiben.

In Gedanken schon in den menschenleeren Weiten des Yukon

Ich habe Kanada verlassen und bin in Alaska. Noch warten 2000 Kilometer auf mich, Monate werden vergehen. Werde ich die Beringsee vor Winteranbruch erreichen? Noch ist Hochsommer nördlich des Polarkreises. 

In der Wildnis von Alaska

Im Land der Yupik-Eskimos. Russian Village heisst die Siedlung und zeugt von der frühen Landnahme der Russen. Erst 1867 verkauften sie Alaska an die USA. Für 12 Millionen Dollar. Sie ärgern sich bestimmt bis heute.  Steven, ein stämmiger Vierziger nimmt mich mit auf Elchsafari. Die Knarre nur als Schutz, die Kamera soll die Waffe sein. Stundenlang warten wir geduckt auf einer Lichtung im dichten Wald. Schon bereiten wir uns vor zu gehen, da knackst es im Unterholz und ein stolzer Elch tritt aus der Deckung. Mitsamt Elchkuh und Kalb posieren Sie im Wasser.

Im Land der Yupik-Eskimos auf Elchsafari

Das Delta ist umwerfend groß. Und so flach, dass ich den Horizont von der Wasserlinie kaum unterscheiden kann. Tausend Inseln und Kanäle, die Orientierung fast unmöglich. Ich halte mich so gut es geht an das östliche Ufer. Der Herbstwind kommt auf, ich warte tagelang auf Flaute, dann sind es nur noch 10 Meilen bis zur windgepeitschen Beringsee. Ein letzter Tag auf einer langen Reise. Wütend braut sich eine dunkele Wolkenschicht über dem Delta auf. Ich lande auf einer Insel und blicke aufs Meer. Dahinter Ozean, dann Russland. Ein anderer Kontinent. Ich recke mein Paddel in die Höhe und bitte um einen weiteren Traum. Immer einen mehr, als die Realität zerstören kann.

Noch mehr (bewegte) Bilder der Tour gibt es in der Mediathek des WDR.
Die Vortragtermine sind auf Roberts Homepage zu finden.
Die Ausrüstung zur Reise gibt es im Packrafting Store.

04.03.2019

LONELY TRAVERSE OF THE JUNGLE (D. R. CONGO)

“The further I move away from civilization, the more the locals have open hearts” - says Dominik Szmajda from Poland, a lover of extreme – walking, cycling and packrafting- expeditions through Africa, Asia and the Urals. He is also a publisher of travel books. His recent expedition “lonely traverse of the jungle” to the Democratic Republic of Congo, was the fulfillment of a long-standing dream, but took a different course than he planned.

Back on the boat and just about to leave a fishing camp located at the Momboyo river

Interview with Dominik written in quotation marks (moderate English).

What made you decide to go on this trip?

“My first adventure with jungle was rafting on the Dja river in Cameroon (2013). Since then, I have been obsessed with the idea of a lonely walk across the rainforest. In 2016 I was able to walk through the Odzala-Kokoua National Park in the Republic of the Congo (Brazzaville). But my appetite grows as I eat, and this time I was attempt for the biggest rainforest in Africa - Salonga National Park (Congo DRC).”

Boat = Bed  -  Camp on a lonely island at the Ruki river
Plants, animals and one guy with his little camp in the middle of the Salonga National Parc

His idea was to cross the jungle alone by foot and then paddle down the small, but charming river “Lokoro” and the well-known “Congo River” on a packraft (Anfibio Delta MX).

Did you follow that plan exactly?

“To be honest my plan was not legally feasible. Without going into the details, I spent some time in the headquarters of the National Park explaining my presence in this place. Finally, I had to change my plans. I was in another place and there was less time left. But I had a packraft and I don't hesitate to use it!”

Dominik and his home (Anfibio Delta MX) for a couple of weeks
"The early bird catches the worm." - Just before sunrise at the Momboyo river

In the democratic republic of Congo there are more rivers than roads and almost all of them lead into the Congo River sooner or later.

“… I started a trip down the rivers Luilaka, Lokoro 2, Momboyo and Ruki. Because I was paddling through the interior of the Congo, I mean completely outside the travel routes, I stirred up a sensation everywhere - both with the colour of my skin and with my packraft. So I avoided larger villages, slept in small fishing camps, or completely wild.

At this stage I predicted 450 km, paddling on average 50-60 km a day, being from dawn to dusk on the water. The current on these rivers is weak, there was no wind, there were no waves, completely flat.”

Good prospects for tasty fruits

Mbandaka, is the capital of the Equatorial Province and lies right on the Congo river. Dominik finally managed to get there and met his friends. From here on the second part of the trip began: Paddling down the queen of african rivers, the Congo River.

Part 2 - the Congo River

“Generally, the trip proved to be quite safe. Throughout most of its course the river flows in many currents creating a real labyrinth of islands. The last 200 km of the river narrows down pygmiesby the so-called "canal", the current is much faster - its speed reaches 7-10 km/h. Here, in the strong wind, waves reaching almost one meter in height were formed.”

Enjoying the sunset directly from the river after a whole day of paddling

What should one bear in mind when travelling in this area?

“When we paddled near bigger towns motorboats from various uniformed services came to us. Contrary to common opinion, these were not such unpleasant meetings - in the worst case, we served them with a cigarette or a small cash "for petrol". On the other hand, when it comes to the ordinary inhabitants of Congo river, we can say only the best things about their hospitality. Especially in small villages and camps. Sometimes we received fruits or fresh fishes as a gift.”

Surprised inhabitants of a fishing village after setting up the boat bed

For a trip like that the gear need to be ultralight. So he chose the "Anfibio Delta MX" Packraft, which is light, small and easy to carry. Instead of a tent, sleeping mattress or hammock he decided to use the Packraft for sleeping as well. For navigation he used his smartphone instead of offline maps. And last but not least the camera equipment came on top.

In two weeks they paddled 650 km on their packrafts before they finally, sunburnt and happy, arrived near the capital of the democratic republic of Congo in “Moloukou”.

15.02.2019

PRESSEARTIKEL 2019

Vorstellung bzw. Veröffentlichung aktuell gesammelte Presseartikel von uns, mit uns oder über uns, d.h. Beiträge zum Thema Packrafting oder mit unseren Produkten als Neuheiten, Tourentipps, Reviews und Workshops. 

1. KANU-Sport 09/18 Workshop Wildwasser im Packraft

Die Mitgliederzeitschrift des Deutschen Kanu Verbandes veröffentlichte eine How-to Anleitung von uns zum Wildwasserfahren im Packraft.

Download des vollständigen Artikels.

2. KANU Magazin 05/18 Testbericht: MRS Nomad S1

Das KANU Magzin knüpft sich unser Nomad S1 in einem ausführlichen Test vor.

Download des Beitrages.

3. PULSTREIBER 01/18 Tourentipps für das Wasserwandern 

Eine Revierbeschreibung von uns zu Touren im Dreiländereck Deutschland, Tschechien und Polen, sowie Inspiration für Reisen nach Italien, Albanien und der Schweiz erschien im Pulstreiber.

Download des ganzen Artikels.

4. ORTLIEB Katalog/Magazin 2019 Per Bike und Boot durch Jakutien (Russland)

Tourenreport mit dem Adventure X2 auf der Strasse der Knochen (Road of Bones) im aktuellen ORTLIEB Katalog.


Download des Berichtes.

5. KANU-Sport 09/18 Vjosa (Albanien) - der letzte ursprüngliche Wildfluss Europas

Reisebericht von Jens Steingässer.


Download des Beitrages

6. TREKKING Magazin 04/18 Trekking mit Pferden und Packrafts in Südalbanien

Vom Sattel ans Paddel - per Pferd und Boot (Delta MX, Adventure X2) durch die Schluchten des Balkans.

Download des vollständigen Artikels.

7. UEBER Magazin 01/19 Packrafting auf Island: Vains of the North

Außergewöhnlich gute Fotos im Bericht von Nils Junker.

Download des vollständigen Artikels.

8. KAJAK Magazin 04/17 Kaufberatung für Packrafts: Kanus für den Rucksack

Download des vollständigen Artikels.

9. PULSTREIBER 01/18 Das Rucksackboot Anfibio Alpha XC (Produktvorstellung)

Download des vollständigen Artikels.

10. KAJAK Magazin 03/18 Packrafting: Ein Gefühl von Unabhängigkeit (Impressionen)

Aufmacher im KAJAK Magazin mit dem Alligatore 2S (Pro)

Download des Beitrages.

11. KANU Magazin 04/18 Bild des Monats: Mit dem Packraft durch die Schluchten des Balkan

Aufmacher im KANU Magazin mit dem Alligatore 2S (Pro)

Download des Beitrages.

12. KANU-Sport 09/18 Titelbild zum Packrafting Special: Reviere, Zubehör, Technik

Unser Titelbild KANU-Sport, der Mitgliederzeitschrift des Deutschen Kanuverbandes

Download des Titelbildes.

13. heldenderfreizeit.com

Das Onlinemagazin heldenderfreizeit.com widmet sich einem Packrafting-Test in der Steiermark (Alligator 2S) sowie einer Ausfahrt mit Packraft in die Wiener Innenstadt (Adventure X2).


14. inflatablekayaksandpackrafts.com (ehemals APaddleinMypack) 

Chris Scott's bekannter Blog liefert Packraft Tests (Nomad S1Anfibio Alpha XC) sowie einen Bericht zum Packrafting in Neuseeland mit dem Nomad S1!


15. MDR Fernsehen - BIWAK rockt den Balkan

Unsere Tour mit dem MDR Fernsehen (Sendung BIWAK) gibt es zum Nachschauen im Blog.


16. KANU Magazin - Trockenanzüge im Test 

Unsere Trockenanzüge werden mit KANU Magazin vorgestellt:


17. WIENER - Vorstellung des DELTA MX

Das Delta MX Packraft wird im Wiener vorgestellt:


18. KAJAK Magazin - Touren in Nordrhein Westfalen

Das Kajakmagazin unterwegs mit dem MRS Adventure X2.