04.05.2021

OPEN WATER III #cultureofsafety

Following Luc Mehl's promotion of #cultureofsafety for introducing #thepackrafthandbook we are about to share the products and resources we provide for #packraftsafety over the course of May, with a simple goal: no fatalities in 2021. We are happy to contribute. Human are not made for water after all.

There is a lot of safety talk in the packrafting community, for a good and right reason, but it is mostly connected to whitewater, which is pretty obvious to emphasize.

However, flat water safety needs to be addressed too, especially for venturing into open water, more or less distant from shore, sometimes connected to wind. Flat water is usually referred to non-grade of whitewater like lakes, calm flowing rivers, bays, fjords, regardless of size. 

We like to highlight flat water issues out of four reasons

  1. A substancial part of the known fatalities, including one known to us, are flatwater related.
  2. While the probability is less, consequences are often higher, less foregiving (compared to whitewater).
  3. In contrast, flatwater applications are far more relevant to the majority of users by sheer number, increasing the actual probability.  
  4. Our line of products have a unique selling proposition for being light and fast packrafts, lately even for sailing, so flatwater is as enjoyable as inviting, which makes it attractive for many and even encouraging for open water or bigger crossings. With this distinguishing we have a special responsibility.
So what is the issue? 

For what ever condition (wind, move, current, material) a separation from equipment occurs, with the following reasons, it can become fatal:
  1. Temperature of water 
  2. Time (not necessarily distance) to shore 
  3. Being little prepared (mentally and physically)
In assessing the risk of cold water we stick to the 1-10-1 rule (of thumb). It refers to you having one minute to control your breathing, less than 10 minutes for self-rescue, and 1 hour before you become unconscious due to hypothermia.

So even on mellow trips, try to think how far you can move in 10 minutes, realistically. A calm mountain lake, a fresh spring river trip or an enclosed bay may look different. 

Good news is on each of the three reasons above, there are three means to counterbalance:
  1. Practice reentry - getting in the boat again is quickest way out of cold water
  2. Avoid to go alone - a second (or third) boat is the best backup to have
  3. Have a paddle (multi) leash - in contrast to whitewater, connection is key
  4. Carry a light throw rope - they are more useful than for whiteweater rescue
  5. Wear a flotation vest, consider a drysuit especially if on your own despite 2.
  6. Study wind forecast and currents
  7. Take a (water proof) mobile or SPOT for no coverage areas
  8. Use a light, whistle, bright clothing
  9. Study and practise CPR
Most of the points are no brainer. Our aim is to take them on any (cold) water, for anyone, always - weight, cost and time being no excuse.

15.04.2021

BIKE.RAFT.SAIL SIBIRIEN - EIN BASTELTIPP WIE BEI THOR HEYERDAHL

Jakutien im Osten Russlands ist seit den spannenden Berichten von Clemens Ratschan und Richard Löwenherz kein unbeschriebenes Blatt mehr für Packrafting Fans. Die beiden dienen auch Kilian und Roman als Inspiration für einen Trip in das entlegene Eck. Allerdings mit einem etwas eigenen Touch – mit Fahrrad, Boot und Segelambitionen.

Der eigentlichen Bericht zur Reise wurde bereits mehrfach veröffentlicht, unter anderem hier. Für diesen Beitrag steigen wir an der Stelle ein, welche die Tour vollends zu einem verrückten Unterfangen macht, die Besegelung eines Bikeraft-Katamarans! Die Konstruktion ist so ungewöhnlich, dass ein genauer Blick lohnt. Tarp Segel, ToutTerrain Bikes und MRS Adventure X2 Packrafts und Sibirische Birke sind nur einige Details dieser Kombination. 


Nach tagelanger Recherche im Internet stoßen wir auf alte Militärkarten aus Zeiten der UdSSR. Roman erwähnt damals beiläufig das Thema „bikerafting“, eine für uns Europäer recht junge Kombination aus Fahrrad und Schlauchboot. Diese Verbindung schafft auf einmal ganz neue Möglichkeiten, da Routen neu kombiniert werden können. Eine gelungene Idee. Nach einigen Umwegen (und mit Reiseberichten von Clemens und Richard) stoßen wir auf die ostrussische Teilrepublik Jakutien.


Mehr schiebend als fahrend verlassen wir am neunten Tag die „Road of Bones“ und bewegen uns mit etwa 40 Kilometer am Tag nur langsam dem nächsten Etappenziel entgegen: Wir wollen in den Fluss Dyby einsteigen und diesen aus dem Gebirge heraus bis zum Aldan befahren. Dafür haben wir unsere Packrafts dabei. Rote Gummiboote, die, wie wir später erfahren werden, ziemlich viel einstecken können. Unsere gesamte Ausrüstung samt Fahrrad wiegt 70 Kilo. So wirklich Zeit, die Boote voll beladen und unter lokalen Bedingungen zu testen, haben wir nicht.

Imposante Gewitterwolken entladen sich nachmittags über dem Gebirge

Als ich am zweiten Paddeltag einen unfreiwilligen Tauchgang hinlegen muss und mit samt des Bootes unter zwei Baumstämme gezogen werde steht für uns eines fest: gestorben wird hier nicht. Mit größter Vorsicht und aller Zeit inspizieren wir schwierige Stellen und umfahren diese zur Not.

Der Fluss birgt spannende Abschnitte und ruhigere, bei denen wir die Landschaft genießen können.

Nach einigen Tagen wird der Fluss merklich breiter und ruhiger. Mit breitem Grinsen paddeln wir durch beeindruckende Landschaften und unberührte Natur. Im Umkreis von 200km sind wir die einzigen Menschen. Aber hier wimmelt es von Bären und Elchen, so scheu, dass wir sie nur flüchtig sehen, bevor sie wieder im Dickicht verschwinden. Ein Landstrich, der mit Expeditionspotential nur so strotzt. Vor allem für derartige Bikerafting Projekte. Und wir kratzen nur an der Spitze dieses Eisberges.


Mit dem Wind unterwegs

Nach drei Wochen Einsamkeit erreichen wir den Aldan. Ein Fluss, der, wenn wir ihn weiter verfolgen würden, über die Lena ins Nordpolarmeer fließt. Da paddeln hier äußerst langwierig wird, bauen wir kurzerhand ein Floß aus Treibholz und unseren Booten. Mit ein paar Kniffen, Schnüren und einem Tarp als Segel erschaffen wir kurzerhand ein vollwertiges Segelraft.


Das Gestell, das wir rein aus Treibholz bauen, ist prinzipiell ein Katamaran. Beide Packrafts liegen parallel nebeneinander und mit einer Balkenkonstruktion lässt sich ein Mast zwischen die Boote stecken und verspannen. Mit Schnüren und Keilen verpressen wir den Mast so, dass sich das Boot mit einem Paddel und den Segelleinen in der Theorie steuern lässt.

Die Grundkonstruktion besteht aus einem Balkengitter.

Mit Schnüren und Keilen verspannen wir die Stämme. Die Konstruktion kommt komplett ohne Schrauben aus.

Das Boot wartet auf seinen Einsatz. Ein Tarp bildet das Segel.

Voll beladen erreichen wir Spitzengeschwindigkeiten von 15km/h.

Als Segel nutzen wir ein Tarp und ein zufällig gefundener Spalt eines Baumstammes kommt als Schwert zum Einsatz. Thor Heyerdahl wäre stolz auf uns gewesen. Die einzige Problematik: der Wind. Das kontinentale Klima in Sibirien scheint nicht für verlässliche Winde bekannt zu sein. Die Böen kommen aus verschiedensten Richtungen und sind tagesformabhängig. So sind die Vormittage eher ruhig, nachmittags bahnen sich eher Gewitter an die zum teil starke Winde mit sich bringen.


Die Schwierigkeit ist also sich den Wind so zu Nutzen zu machen, dass möglichst mühelos sämtliche Hindernisse umkurvt werden können. Gar nicht so einfach, denn die Bögen des Aldan sind stellenweise bis zu zwei Kilometer breit und teilweise sehr seicht.

Die endlosen Weiten der jakutischen Ebene sind beeindruckend.

Hochkonzentriert steuern wir zu zweit den Kahn. Roman am provisorischen Steuerruder, ich an den Segeln.

Stolze 15 km/h stehen zeitweise auf dem „Tacho“ meiner GPS-Uhr. Vorbei an Fischerdörfern und vereinzelten Lastkähnen „schießen“ wir der Zivilisation entgegen. So zumindest unser Empfinden. Am Ufer stehende Angler, reiben sich die Augen.

Segeln kann irgendwann furchtbar langweilig werden. Zumindest wenn es nur Wasser oder Bäume am Horizont gibt.

Als wir am Ende das Boot wieder demontieren bleiben nur Balken übrig. Der Rest wird wieder mit genommen.

Wer nicht so bastelwütig ist, wem Gewicht und Packmaß wichtig sind, der kann auch mit uns Segel setzen. Mit dem Anfibio AirSail oder dem Anfibio PackSail haben wir Segel, welche an alle Packrafts (und andere Boote) passen und auf ein minimales Gewicht reduziert sind.

Let's go packsailing!

15.02.2021

EIN FEINER ZUG! DER ZIEHSCHLAG UND SEIN EINSATZ IM PACKRAFT.

Der Ziehschlag ist eine spezielle Paddeltechnik. Man kann ein ganzes Paddelleben ohne ihn auskommen. Viele Tourenfahrer haben ihn weder vermisst noch davon gehört. 

Und doch will ihn keiner mehr missen, wenn er einmal zum Repertoir gehört. Warum? Er ist beim Packraft besonders nützlich, wird aber nicht intuitiv eingesetzt. Daher widmen wir ihm einen ganzen Artikel.

Während der Grundschlag dem (möglichst kursneutralen) Vorwärtstrieb und der Bogenschlag dem aktiven Drehen des Bootes dient, ist der Ziehschlag vortriebsneutral und gleicht die fehlende Kanten am Packraft aus. Drehfreudig ist das Boot ohnehin (kaum Bedarf an betontem Bogenschlag). Der Grundschlag ist oft nicht ausreichend (geringere Endgeschwindigkeit) um Hindernissen auszuweichen. Also kommt der Ziehschlag zum Einsatz, um das Boot zu versetzen und Kehrwasser zu greifen. Der Ziehschlag ist jedoch nicht instinktiv und muss gelernt (und geübt) werden. 

So geht's rund: Das Blatt entsprechend der Strömung öffnen, Körperschwerpunkt überm Boot halten (oder auf dem Steg sitzen bleiben :)

Im klassischen Kajaksport ist die Technik nicht neu. Wir bedienen uns daher mit freundlicher Genehmigung des Kanumagazins aus einem Artikel aus dem Jahr 1997 von Jan Kellner, Weltklasse-Paddler und diplomierter Sportlehrer. Der Beitrag ist didaktisch gut wie aktuell. 

Auch wer schon immer wusste, wie ein Ziehschlag geht, wird diesmal vielleicht eine Überraschung erleben. 

Sven Schellin
Text nachfolgend: Jan Kellner
Fotos: Juliane Hermelbracht (mitsackundpackraft.com)


Der Ziehschlag ist ein Paddelschlag, der fast ausschließlich im Wildwasser angewendet wird. Die Hand- und Armstellung erfordert sehr viel Gefühl und Gewöhnung, deshalb gehört der Ziehschlag zu den schwierigsten Paddelschlägen überhaupt. 

Beim statischen Ziehschlag wird das Handgelenk auf ungewohnte Weise überstreckt. Außerdem hat man keinerlei Stützwirkung. Also: üben, üben, üben…

Der Ziehschlag dient in erster Linie der Richtungsänderung. Er wird aber auch eingesetzt, um eine Drehung des Bootes zu beschleunigen oder den Drehradius zu verkleinern. Richtungsänderungen lassen sich auch mit Bogen- oder Konterschlag bewerkstelligen. Welche Vorteile bringt also der ach so schwierige Ziehschlag? Dazu betrachten wir uns die Wirkungsweise des Ziehschlages einmal genauer: 

Dynamischer Ziehschlag für Schlafmützen
Man unterscheidet zwei Arten von Ziehschlag: den dynamischen und den statischen. Der dynamische Ziehschlag ist das, was man sich landläufig unter einem Ziehschlag vorstellt: Das Paddelblatt wird so weit wie möglich vom Boot eingesetzt und zum Boot hingezogen: Das Boot dreht in eine neue Richtung, oder wird - wenn der dynamische Ziehschlag genau im rechten Winkel wirkt - seitlich  versetzt. 

Dieser dynamische Ziehschlag hat aber, wie der Bogenschlag, einen Nachteil: Das Boot dreht nur solange, bis das Paddel am Boot angelangt ist. Wenn man sich überlegt, welche Reichweite ein Arm hat, sieht man ein, dass man mit dem dynamischen Ziehschlag nicht sehr weit kommt. Außerdem kostet er unheimlich viel Kraft.

Der dynamische Ziehschlag wird deshalb meist nur dann angewendet, wenn man sehr kurzfristig einem Hindernis ausweichen muss und das Boot mit der gleichen Geschwindigkeit dahin dümpelt wie das Wasser, kurz: wenn man die Situation verschlafen hat.

Statischer Ziehschlag für Ausgeschlafene
Man setzt also besser auf den viel effektiveren statischen Ziehschlag. Wie der Name schon sagt, wird dabei das Paddel lediglich festgehalten. Damit das Boot dreht, muss allerdings eine Kraft auf das Paddelblatt wirken. Diese wird durch den Geschwindigkeitsunterschied zwischen Boot und Wasser verursacht. Dabei ist es unerheblich, ob das Boot langsamer oder schneller als die Strömung ist, oder ob gar keine Strömung vorhanden ist. (Ganz wichtig! Bitte merken!)

Der statische Ziehschlag hat folgende Vorteile:
  • Er wirkt so lange, bis Paddelblatt und Strömung die gleiche Geschwindigkeit haben
  • Richtungsänderungen lassen sich schneller ausführen und sind durch die Blattstellung feiner zu dosieren (dazu kommen wir gleich)
  • Er hat keine Bremswirkung wie Bogenschlag rückwärts oder Konterschlag 
  • Andere Paddelschläge wie Bogenschlag vorwärts oder Grundschlag vorwärts lassen sich übergangslos anhängen 

Wegen dieser Vorteile wendet man im Wildwasser fast nur den statischen Ziehschlag an, zumal hier wegen der vielen Strömungsformen und der Eigengeschwindigkeit des Bootes optimale  Voraussetzungen herrschen. Wenn ich also im folgenden von Ziehschlag spreche, meine ich die statische Version.


Haltung bewahren
Das A und 0 eines wirkungsvollen Ziehschlages ist die richtige Paddelhaltung. Der Ziehschlag dient der Richtungsänderung, das heißt der Bug des Bootes soll in eine neue Richtung gedreht bzw. gezogen werden. Also tauchst du das Paddel relativ weit vorne ein. Der Oberkörper wird ebenfalls nach vorne gebeugt und in die gewünschte Richtung gedreht. Der Winkel zwischen Zugarm und Bootslängsachse beträgt dabei nicht mehr als 45 Grad. Zur besseren Kontrolle bleibt der Zugarm dabei ein wenig gebeugt. Auf keinen Fall das Paddel hinter dem Körper einsetzten. Das kostet unnötig viel Kraft und tut der Schulter überhaupt nicht gut. Außerdem hat ein Ziehschlag, der hinter dem Körper ansetzt, die gleiche Wirkung wie ein Konterschlag. Also, warum nicht gleich kontern?

Da das Paddelblatt die beste Wirkung hat, wenn es senkrecht steht, musst du den Druckarm nach oben und nahe an die Stirn bringen, so dass du unter dem Arm durchschauen kannst. Achtung: das Paddel bietet in dieser Stellung keinerlei Stützwirkung! Braucht es auch nicht, denn dein Oberkörper bleibt mit seinem Schwerpunkt über dem Boot. Deine ganze Kraft soll in die Drehung einfließen und nicht zum Abstützen vergeudet werden.

Die Stellung des Paddelblatts
Damit du Druck aufs Blatt bringst, muss dieses etwas zur Strömung hin „geöffnet“, d.h. gedreht werden. Dazu überstreckst du dein Handgelenk. Das ist am Anfang sehr ungewohnt und bedarf einiger Übung. Hast du den richtigen „Dreh“ heraus, dreht das Boot genau dahin, wo du es haben willst. Wie weit das Blatt geöffnet, bzw. die Handgelenke überstreckt werden, hängt von drei Faktoren ab: 
  • Strömungsgeschwindigkeit
  • Bootsgeschwindigkeit
  • Strömungsrichtung
Bei hohem Geschwindigkeitsunterschied von Boot zu Wasser öffnest du das Blatt nur wenig. Denn wenn du dein Blatt zu weit aufmachst, kannst du es nicht mehr halten, dein Arm wird nach hinten gezogen, noch bevor der Bug zur Seite dreht. Bei geringem Geschwindigkeitsunterschied kannst du das Blatt weiter öffnen. Wie stark du die Handgelenke überstreckst, hängt davon ab, aus welcher Richtung  die Strömung kommt. Kommt sie von vorne, müssen die Handgelenke sehr stark überstreckt werden, um das Paddelblatt in die richtige Stellung zu bringen. Wird das Boot schräg angeströmt, reicht eine weniger extreme Handgelenkstellung.

Wichtig ist einzig und allein die Stellung des Blattes zur Strömung – nicht zum Boot! Das bedeutet natürlich, dass bei einer weiten Drehung das Paddelblatt nachjustiert werden muss, damit es immer optimal steht. Ein Beispiel: Du möchtest vom Kehrwasser aus in eine sehr schnelle Strömung. Damit du nicht gleich in der Verschneidungszone hängen bleibst, paddelst du mit viel Schwung und spitzem Winkel in die Hauptströmung. Um die Drehung zu beschleunigen unterstützt du sie mit einem Ziehschlag. Anfangs ist der Strömungsunterschied von Boot und Wasser sehr groß. Wegen des spitzen Einfahrtswinkels kommt die Strömung fast von vorne. Deswegen öffnest du das Paddelblatt nur ein klein wenig zur Strömung und überstreckst dein Handgelenk. Im Verlauf der Drehung wird dein Boot durch die Strömung beschleunigt, der Geschwindigkeitsunterschied nimmt ab, du kannst dein Blatt weiter öffnen. Da dein Boot jetzt schon fast stromab gedreht ist, brauchst du auch dein Handgelenk nicht mehr so stark überstrecken. Der Ziehschlag geht nahtlos in einen Grundschlag vorwärts über.

Ein Tipp zum Schluss 
Hast du Probleme mit dem Ziehschlag, schließt du am besten den „Störfaktor“ Boot erst einmal aus. Setze dich stromaufwärts ans Ufer und experimentiere mit der Paddelhaltung. So kannst du die Wirkungen verschiedener Blattstellungen am besten fühlen. 

Um das richtige Feeling für den Ziehschlag zu entwickeln, übt man zuerst einmal ohne Boot. Danach geht‘s aufs Flachwasser— und erst dann in die Strömung

Nach dieser Trockenübung geht es wieder aufs Wasser: am besten flach und nur langsam fließend. Stell dein Boot stromauf und versuche mit verschiedenen Blattstellungen stromab zu drehen. Kannst du dein Boot mit einem einzigen Ziehschlag von einer Stromauf-Position in eine Stromab-Position drehen, gehst du den umgekehrten Weg. Du paddelst stromab und versuchst dann das Boot mit einem einzigen Ziehschlag stromauf zu drehen. Beachte dabei, welchen Einfluss deine Geschwindigkeit auf die Wirkung des Ziehschlags hat! Je schneller du bist, desto wirkungsvoller wird dein Ziehschlag sein.