17.09.2021

PRESSEARTIKEL 2021

Vorstellung bzw. Veröffentlichung aktuell gesammelter Presseartikel von uns, mit uns oder über uns, d.h. Beiträge zum Thema Packrafting oder mit unseren Produkten als Neuheiten, Tourentipps, Reviews und Workshops. Am Ende der kurzen Teaser findet sich jeweils ein Link zum vollständigen DOWNLOAD.

1. KANU-Sport 08/20 Testbericht zum Anfibio Delta MX und das Anfibio Rebel 2K 

Die beiden Tests der Mitgliederzeitschrift des Deutschen Kanu Verbandes (DKV)geben Einblicke zum Ersteindruck, den Aufbau, die Stärken und Schwächen sowie das Fahrverhalten der beiden Packrafts.

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2. KANU-Sport 09/20 Special: Paddeln kann mehr 

Packrafting und Klettern? Das KANU-Sport Spezial zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, mit einem Packraft unterwegs zu sein. Ob mit Hund oder mit Kletterausrüstung im Gepäck, im Artikel gibt es tolle Tipps zur Inspiration und zum selbst ausprobieren.



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3. KANU-Sport 05/21: Testbericht zum MRS Nomad S1 

Was die Tester zum Ersteindruck und Aufbau, zu den Stärken und Schwächen sowie zum Fahrverhalten MRS Nomad S1 im Test sagen, erfahrt ihr in der Mai Ausgabe der Mitgliederzeitschrift des Deutschen Kanu Verbandes (DKV)


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27.07.2021

GRÜNDE, GRUNDLAGEN, GRUNDSCHLÄGE - VORWÄRTS IM PACKRAFT

Jede Fachrichtung hat ihre Grundlagen. Das kennt man aus den Einführungsveranstaltungen der Erstsemester. Grundlagen der Informatik zum Beispiel. Oder, auch recht beliebt, Grundlagen des Rechnungswesens. Verspricht alles immer richtig viel Spaß [Ironie off]. 

Vermutlich kommt es daher, dass er Grundschlag vorwärts nicht den besten Ruf hat. Lästige Pflicht, statt performante Kür. Arbeit, Anstrengung, wenig Geschick. 

Klar gehört der Grundschlag vorwärts zu den Basics, aber er ist alles andere als rückwärtsgewandt. Ein effektiver Grundschlag dient der Beschleunigung und der (möglichst) geradlinigen Fortbewegung, was der Grundstein für viele weitere Manöver ist – von der Seilfähre bis zum Stufenspringen.

1. Grundschlag vorwärts, leichte Vorlage, Paddel am gestreckten Arm möglichst weit vorne einsetzen, Oberkörper mitdrehen

Ausführung eines sauberen Grundschlags vorwärts:

  • Der Oberkörper ist aufrecht und  sogar etwas nach vorne geneigt.
  • Der Aktionsarm (das ist der Arm, der beim Grundschlag die eigentliche Aktion durchführt) taucht das Paddelblatt mit gestrecktem Arm möglichst weit vorne und nah am Boot ein.
  • Die aktionsseitige Schulter geht dabei mit nach vorne, der Oberkörper dreht — also etwas von der Aktionsseite weg.
  • Der Gegenarm (das ist dann logischerweise der andere Arm) ist gebeugt, die Gegenhand befindet sich auf Schulterhöhe.
  • Das Paddelblatt wird möglichst nah am Boot bis maximal Hüfthöhe nach hinten durchgezogen. Der Aktionsarm wird dazu gebeugt, der Gegenarm nach vorne durchgestreckt. Die Gegenhand bleibt auf Schulterhöhe. Der Oberkörper unterstützt die Bewegung indem er sich zur Aktionsseite hin dreht.
  • Die Schaftführung ist während des gesamten Schlagverlaufs recht steil und bootsnah.
  • Nach Beendigung des Schlages ist man gleich wieder in der richtigen Ausgangsposition für den nächsten Schlag: Der Aktionsarm (ehemals Gegenarm) ist nach vorne gestreckt, der Oberkörper eingedreht, der Gegenarm (ehemals Aktionsarm) gebeugt am Körper.

Tipps und häufige Fehler:  
  • Man paddelt in Oberkörperrücklage. Die gesamte Zugphase wird damit weiter nach hinten verlegt, als Anfänger tut man sich schwerer die Richtung zu kontrollieren. Zunächst ganz bewusst weit nach vorne legen, die Oberkörpervorlage sogar etwas Übertreiben.
  • Das Paddel wird zu weit nach hinten, bis hinter die Hüfte gezogen. Bei Ausheben des Paddelblattes wird dabei Wasser nach oben anstatt nach hinten geschaufelt. Außerdem verpufft ein Großteil der aufgebrachten Kraft durch ungünstige Hebelverhältnisse nutzlos. Das Paddelblatt also spätestens auf Hüfthöhe ausheben. Die Zugphase sollte soweit nach vorne wie möglich gelegt werden. Paddelblatt also maximal weit vorne einsetzten (gestreckter Aktionsarm) und besser noch etwas früher ausheben. 
  • Die Schaftführung ist nicht steil sondern flach. Das Paddel wird dann nicht geradlinig und nah am Boot geführt, sondern im leichten Bogen vom Boot weg. Das Packraft führt dann kleine Schlingerbewegungen aus, die Effektivität des Schlages leidet enorm.
  • Die Schultern arbeiten nicht mit. Das Vorwärtskommen gestaltet sich unnötig kräftezehrend, da große Muskelgruppen nicht eingesetzt werden. Mit dem Aktionsarm also immer die Schulter mit nach vorne bringen, indem man versucht das Paddel möglichst weit vorne einzutauchen. 

2. Paddel steil und nah am Boot führen, die Gegenhand auf Schulterhöhe lassen, Paddel spätestens auf Hüfthöhe ausheben. 

Und das soll einen vorwärts bringen? Keine Sorge, es gibt nur ganz wenige Naturtalente, die es fast auf Anhieb schaffen, ihr Packraft auf gerader Linie voranzutreiben. Zumal dem Anfänger alleine die Verschränkung der Paddelblätter Konzentration abverlangt. Für den Links- bzw. Rechtsdrall kann es mehrere Ursachen geben:
  • Das Paddel wird nicht symmetrisch gehalten.
  • Der Krafteinsatz ist rechts und links ungleich.
  • Das Paddel wird auf einer Seite weiter nach hinten gezogen als auf der anderen.
  • Die Schlagabfolge ist nicht rhythmisch.

Skeg against Drall

Um sich auf den eigentlichen Paddelschlag konzentrieren zu können, kann man den Störfaktor „Drall“ anfangs einfach ausschalten, dazu montiert man sich eine Finne ans Heck (gibt es für Packrafts als Zubehör) 

Klappt der Grundschlag, sind die groben Fehler beseitigt, und kommt man zügig voran, kann dieser wieder entfernt werden, und man übt jetzt weiter „unten ohne“.

Aber erst wenn man auf einem windstillen See klarkommt, geht man auf fließendes Wasser. Die Strömung sollte nur so stark sein, dass man noch gut dagegen ankommt, denn den besten Übungseffekt erzielt man dann, wenn gegen die Strömung gepaddelt wird. Die kleinsten Kursabweichungen werden gnadenlos geahndet, das Boot wird von der entgegenkommenden Strömung zur Seite gedrückt, Kurskorrekturen werden schwieriger. Man muss also noch präziser paddeln, beim kleinsten Anzeichen einer Kursabweichung sofort reagieren.

Diese Korrekturen erfolgen am Anfang natürlich ganz bewusst, später aber völlig automatisch, ohne dass man überlegen muss. 

Inhaltliche „Grundlage“ des Artikel waren übrigens Teile eines Betrag von Jan Kellner aus dem Kanumagazin von 1997!

04.05.2021

OPEN WATER III #cultureofsafety

Following Luc Mehl's promotion of #cultureofsafety for introducing #thepackrafthandbook we are about to share the products and resources we provide for #packraftsafety over the course of May, with a simple goal: no fatalities in 2021. We are happy to contribute. Humans are not made for water after all.

There is a lot of safety talk in the packrafting community, for a good and right reason, but it is mostly connected to whitewater, which is pretty obvious to emphasize.

However, flat water safety needs to be addressed too, especially for venturing into open water, more or less distant from shore, sometimes connected to wind. Flat water is usually referred to non-grade of whitewater like lakes, calm flowing rivers, bays, fjords, regardless of size. 

We like to highlight flat water issues out of four reasons

  1. A substancial part of the known fatalities, including one known to us, are flatwater related.
  2. While the probability is less, consequences are often higher, less foregiving (compared to whitewater).
  3. In contrast, flatwater applications are far more relevant to the majority of users by sheer number, increasing the actual probability.  
  4. Our line of products have a unique selling proposition for being light and fast packrafts, lately even for sailing, so flatwater is as enjoyable as inviting, which makes it attractive for many and even encouraging for open water or bigger crossings. With this distinguishing we have a special responsibility.
So what is the issue? 

For what ever condition (wind, move, current, material) a separation from equipment occurs, with the following reasons, it can become fatal:
  1. Temperature of water 
  2. Time (not necessarily distance) to shore 
  3. Being little prepared (mentally and physically)
In assessing the risk of cold water we stick to the 1-10-1 rule (of thumb). It refers to you having one minute to control your breathing, less than 10 minutes for self-rescue, and 1 hour before you become unconscious due to hypothermia.

So even on mellow trips, try to think how far you can move in 10 minutes, realistically. A calm mountain lake, a fresh spring river trip or an enclosed bay may look different. 

Good news is on each of the three reasons above, there are three means to counterbalance:
  1. Practice reentry - getting in the boat again is quickest way out of cold water
  2. Avoid to go alone - a second (or third) boat is the best backup to have
  3. Have a paddle (multi) leash - in contrast to whitewater, connection is key
  4. Carry a light throw rope - they are more useful than for whiteweater rescue
  5. Wear a flotation vest, consider a drysuit especially if on your own despite 2.
  6. Study wind forecast and currents
  7. Take a (water proof) mobile or SPOT for no coverage areas
  8. Use a light, whistle, bright clothing
  9. Study and practise CPR
Most of the points are no brainer. Our aim is to take them on any (cold) water, for anyone, always - weight, cost and time being no excuse.