08.02.2018

BARRACUDA R2 PRO - FIRST IMPRESSION

Im November 2017 war Philipp Krahn aus Dresden mit seinem Barracuda R2 Pro auf der Großen Röder (Strecke von Radeberg bis Hermsdorf) unterwegs. Im folgenden Beitrag nimmt er uns mit auf seine Tour und zeigt uns seine ersten Eindrücke zum Barracuda R2 Pro.
von Philipp Krahn


Die meisten Aufnahmen stammen von der Großen Röder, die ich im November entgegen aller Vernunft auf der Strecke von Radeberg bis Hermsdorf testen wollte. Dieser Flussabschnitt liegt mehr oder weniger direkt vor unserer Haustür. Von Dresden aus kann man zunächst mit dem Rad oder zu Fuß die Heide durchqueren, anschließend bis nach Hermsdorf durch das wirklich schöne Seifersdorfer Tal paddeln und mit dem Zug, dem Rad oder der Tram zurückfahren. Obwohl ich vorab keinerlei Informationen zu der Strecke gefunden habe, kann man diese durchaus mit dem Barracuda R2 Pro bewältigen. Allerdings waren die Pegel im Herbst dafür absolut grenzwertig und nach allem würde ich die Befahrung unter 1,5 bis 2 m³/s nicht empfehlen. Davon ab spielen die Packrafts bei solchen Klein(st)flüssen auch im Zahmwasser ihre Vorteile aus. Man kann die Ein- und Ausstiegsstellen sehr variabel vor Ort wählen, selbst wenn man mitten im Wald steht. Man hat die Möglichkeit, auch größere Fahrräder relativ einfach auf den Bug zu packen und das Um- und Übertragen bei Hindernissen oder Flachstellen ist super unkompliziert (sofern man eine Trockenhose trägt). Zudem ist das R2 Pro trotz seiner Länge immer noch wendig und robust genug, um auf kleineren Flüssen entspannt navigieren zu können. Insgesamt ist das schon ein echt tolles und multifunktionales Boot!

Zur Strecke: Neben der Großen Röder waren auch die Elbe, die Geißlitz, der Elsterwerda-Grödel-Floßkanal sowie die Wesenitz involviert. All dies sind gut geeignete Gewässer für ruhige Tagestouren  mit dem Packrafts (von Dresden) aus. 

08.01.2018

HOW TO - GLOWING IN THE DARK

Winterzeit ist Bastelzeit und immer gut für etwas Erleuchtung!

Um unsere Kategorie TIPPS zu erweitern, haben wir dafür Thomas (seit kurzem auch Mitarbeiter bei Anfibio Packrafting) ins Boot geholt.  Auch wenn bei ihm der funktionale Aspekt seines DIY-Artikels nicht ganz vorne steht, ist die optische Komponente ein wahrer Augenschmaus. Und ob der Beitrag letztlich besser zum Thema Sicherheit oder kosmetische Schmankerl passt, lassen wir gern unsere Leser entscheiden. Klar ist, dass mit diesem Equipment nächtliche Packraft-Touren mächtig aufgewertet werden.

Also, los gehts mit diesem Tutorial!

Ein Glühwürmchen auf der Havel

Mit der Idee Packrafts zu illuminieren, kam ich zum ersten Mal bei einer Veranstaltung in Leipzig in Berührung. Hier bildeten einige Packrafts einen Teil der Eröffnungszeremonie auf einem kleinen See. Um die Boote besser sichtbar zu machen, wurden starke Taschenlampen genutzt und die Packrafts von innen beleuchtet. Das sah beeindruckend aus.

Bei einigen Touren in den folgenden Monaten taten wir dem gleich und ließen unsere Boote bei Einbruch der Dunkelheit strahlen. Dabei nutzen wir sowohl kleine und große Taschenlampen als auch Handylichter. Der Effekt war immer grandios, ein toller Blickfang („Wow, wie funktioniert das?!“) und unterstützte die Einzigartigkeit der Boote.


Doch schon zu Beginn störten mich die inhomogene Ausleuchtung der Boote, die Begrenztheit der Stromversorgung - die Lichtquellen waren ja quasi zweckentfremdet - und natürlich die Unhandlichkeit und Wasseranfälligkeit der Lampen. Es musste eine andere Lösung her, maximal gut zugeschnitten auf das Packraft. Also fragte ich mich, welche Anforderungen erfüllt sein müssen, um diesen Effekt nicht nur voll wirken zu lassen, sondern ihn auch auf effektive Weise zu umzusetzen.

Dabei stellte ich folgende Kriterien auf:
  • Kaltlichtquelle (um gefährliche Wärmeentwicklung zu vermeiden)
  • gleichmäßige Ausleuchtung der Boot ohne „dunkle Löcher“
  • verlässliche Stromquelle mit hoher Kapazität, die einfach zu wechseln und wiederaufladbar ist
  • Schutz des gesamten Systems gegen Wasser und Schmutz (Lichtquelle, Stromquelle, Kabel) - mindestens IP67 
  • maximal kompakt und schnell zu (de-)installieren
  • minimal mögliches Gewicht für einfache Portabilität

Sehr schnell fiel mein Blick auf die LED als Lichtquelle. Die Vorteile lagen auf der Hand:
  • klein und leicht
  • hohe Helligkeit, wenn nötig auch regulierbar
  • geringer Stromverbrauch

Das Wichtigste für mich war jedoch die nicht vorhandene beziehungsweise zu vernachlässigende Wärmeentwicklung. Denn wer will schon bombastisch strahlend mitten auf dem See untergehen, weil man sich ein Loch ins Boot gesengt hat.

LEDs in Form von LED-Streifen kannte ich, war mir jedoch nicht sicher, ob es diese auch in portabler Form und wasserabweisend gibt. Zudem fehlte mir für den Rest des Systems das nötige Wissen, um „mal schnell was zu basteln“.

Hilfe holte ich mir bei einem örtlichen Elektrofachmarkt, dessen Abteilung für elektronische Bauelemente mit echten Spezialisten besetzt ist. Ich wurde nicht enttäuscht und verließ das Haus mit folgenden Bauteilen:

500cm LED-Leiste, neutral weiss, 12V, 1A, 30 LEDs/m, 
wasserdicht, teilbar, Schutzart: IP67
Hervorzuheben bei dieser Art der Stromversorgung ist die Möglichkeit der Verwendung handelsüblicher NiMH-Akkus. Da diese mit 1,2V statt den 1,5V der normalen AA-Mignonzellen laufen, wird bei Nutzung der Akkus allerdings eine höhere Anzahl benötigt, um auf die erforderlichen 12V für die LED-Leiste zu kommen. Das sind in diesem Fall zehn Stück: 10 x 1,2V = 12V. Betreibt man die LED-Leiste mit AA-Batterien sind nur noch acht Stück vonnöten: 8 x 1,5V = 12V.

Das ist auch der Grund für den Erwerb der zwei verschiedenen Batteriehalterungen für je acht Mignonzellen beziehungsweise zehn Akkus.

  
Batteriehalter D für 8 x AA
Der Rest war ein Kinderspiel und mit Schraubenzieher und Zange war in Minutenschnelle die Konstruktion fertiggestellt und erfolgreich getestet..

Im Foto des fertigen Sets sieht man allerdings nicht die vollständigen fünf Meter der LED-Leiste. Ein vorheriges Ausmessen des Umfangs des Innenraums meines Packrafts ergab, das ca. 2,5m reichen sollten, um das Boot rundherum zu erleuchten. So teilte ich den 5-Meter-Streifen in zwei gleich große Teile – auch mit dem Hintergedanken, damit gleich zwei Boote illuminieren zu können.

Batterieclip für 9V-Block
Lüsterklemmen – 0,5-1,5mm², starr
Dank der schon von Werk aus geschützten LED-Leiste (IP67) brauchte ich mir nur um den Schutz des Batteriepacks Sorgen machen. Hier verwendete ich einen Zipperbeutel aus dem Supermarkt und leitete das Kabel zur LED-Leiste direkt hinter dem Batterieclip aus dem Beutel heraus. Zwar schloss der Beutel auf diese Weise nicht zu 100%, doch die Stromversorgung war damit ausreichend vor Spritzwasser und Schmutz geschützt. Eine Lösung, welche vollen Schutz vor dauerhafter Wassereinwirkung bietet (z.B. Untertauchen) ist sicher nicht schwer umzusetzen. Ich erachte den Aufwand dafür jedoch als unnötig.

Fertiges Set: 500cm LED-Leiste, neutral weiss, 12V, 1A, 30 LEDs/m, wasserdicht, teilbar, Schutzart: IP67
Nun fehlte nur noch der Praxistest. Während einer abendlichen Runde mit Start am Karl-Heine-Kanal in Leipzig sollte das LED-Pack seine Feuertaufe erhalten. Die LED-Leiste wurde im Boot in die Nische zwischen Schlauch und Boden gedrückt, das Batteriepack kam dabei hinter den Luftsitz, wo es nicht störte:



Nach längerer Zeit der Nutzung dieser Art Lichtquelle in der vorgestellten Kombination kann ich mittlerweile behaupten, eine gute und vor allem dauerhafte Lösung gefunden zu haben. Auch wenn die LED-Leisten schon einige Knicke haben und nie zimperlich von mir behandelt wurden, machen sie immer noch was sie sollen.




Eine Nutzung der Installation in einem Packraft mit ISS* ist natürlich noch ein wenig effektiver. Dabei wäre die Strahlkraft etwas höher und der Wasserschutz des Batteriepacks auf jeden Fall obsolet!

Habt ihr obiges nachgebastelt? Oder eine eigene Idee der Illuminierung Eures Packrafts umgesetzt? Dann schickt uns Euer Ergebnis als Foto per Mail an mail@packrafting.de (bis Ende des Jahres). Das beste Beweisbild (Auslosung unter Ausschluss der Öffentlichkeit und mit Vorbehalt des subjektiven Geschmacks der auswählenden Personen) prämieren wir mit einer Anfibio Buoy Boy!




*Beim Internal Storage System (ISS) wird das Volumen der Schläuche als Stauraum genutzt. Das Boot wird dafür mit einem druckdichten, belastbaren Reißverschluss (TiZip) und zwei weiteren, wasserdichten Packsäcken ausgestattet. Diese werden im Inneren der Seitenschläuche fixiert. Dann wird das Packraft aufgeblasen. 

14.12.2017

DER ANFIBIO SPLITSUIT IM GRÖNLANDTEST

Wir begrüßen einen neuen Gastbeitrag von Juliane vom Blog "mit-sack-und-packraft.de", zuletzt hat sie hier zum Thema Packrafting mit Kindern berichtet. Diesmal geht es um ihre Erfahrungen mit dem neuen Trockenanzug.

Und ganz nebenbei bemerkt, genau derselbe Eisbär, welcher in Gerard kürzlichem Grönlandbericht vorkam, spielt auch in diesem "Test" eine Rolle ...


Da wir als Familie mit zwei Kindern begeisterte Paddler sind und es uns immer wieder und immer weiter in nördliche Gefilde zieht, lag es auf der Hand, dass wiruns – allein schon aus Sicherheitsgründen - früher oder später mit dem Thema Trockenanzüge befassen müssen. 
Unsere Vorgaben waren: leicht sollte er sein (unterwegs mit Kindern schleppen wir schon genug mit uns herum),  atmungsaktiv (bei Sonne sitzt man sonst schnell in seiner eigenen Soße) und nicht zu teuer.
Da traf es sich gut, dass ich im Frühling die Gelegenheit hatte, die beiden Anfibio-Trockenanzüge SplitSuit und PackSuit auszuprobieren, die genau diese Vorgaben erfüllen. Unsere Wahl fiel dann auf den komplett teilbaren SplitSuit, der – trotz des etwas höheren Gewichts - im Feld unschätzbare Vorteile entwickelt. Um diesen soll hier im Review gehen.


Konfiguration

Der SplitSuit wird standardmäßig für eine Körpergröße bis 1,98m angeboten, auf Wunsch sind gegen Aufpreis auch Sondermaße erhältlich (außer Kindergrößen**).

Anhand verschiedener Körpermaße kann man die passende Größe auswählen. Wer sich mit der Auswahl der Größe unsicher ist, kann auch einfach seine Maße an Packrafting-store.de senden, die einem bei der Auswahl behilflich sind. Wir entscheiden uns für letzteres und sind gleich positiv überrascht, dass die Größen nicht einfach übernommen sondern plausibilitiert werden, was gleich mal einen eklatanten Messfehler bei uns aufdeckt.
Weiter kann man Art uns Material der Hals- (Latex, Neopren) und Fußabschlüsse (Manschetten, Gewebesocken, Latexsocken) wählen und hat dann noch die Option einer abnehmbaren Kapuze.
Nach Beratung entscheiden wir uns für Halsabschlüsse aus Latex und Latexsocken für die Füße, die wir im Feld noch sehr zu schätzen lernen. Leider wählen wir das Modell ohne Kapuze, diese Entscheidung haben wir später etwas bereut.

Lieferung

Mit den 4-6 Wochen Lieferzeit, die damals auf der Website angegeben waren, wären die Anzüge erst ganz knapp vor der geplanten Tour gekommen, aber auch hier werden wir positiv überrascht: tatsächlich kommen die Anzüge schon nach 3 bei uns an. Wir verbinden die Lieferung mit einer persönlichen Übergabe auf dem kanu-outdoor-testival.de in Oberschleißheim bei München.


Eckdaten

Mein Anzug (Standardgröße M mit Latexfüsslingen Größe 42 und Latexhalsmanschette) bringt mit Packsack 1.175g auf die Waage, Lars' Anzug (XL mit überlangen Armen und Beinen und Latexfüsslingen Größe 45 und Latexhalsmanschette) wiegt 1.226g. Wer auf unsere Optionen (Füßlinge, Latexhalsmanschette) verzichtet (was wir nicht empfehlen) kann jedoch noch ordentlich Gewicht sparen.
Das Packmaß liegt bei ca. 31 cm Länge und 15cm Durchmesser.


Anprobe

Die erste Anprobe erfolgt im heimischen Wohnzimmer. Sowohl ich, als auch Lars  sind sehr zufrieden: Die Passform ist bequem, die Füßlinge haben die richtige Größe und die Halsmanschette sitzt zwar eng aber nicht unangenehm. Ein einfach  handzuhabender Gurt an der Taille sorgt für den richtigen Sitz, einzig das Einfädeln des Reißverschlusses, der Ober- und Unterteil verbindet braucht anfangs etwas Geschick.



Behandelt mit dem mitgelieferten Silikonfett ist der wasserdichte Reißverschluss leichtgängig und lässt sich mit geringem Kraftaufwand schließen. Abgedichtet wird das Reißverschlussende mittels einer Schraube mit großem Kunststoffkopf, die auch mit Handschuhen oder von Kälte klammen Fingern leicht zu bedienen ist, und die von innen und außen eine Kunststoffdichtung luftdicht auf die verbliebene Öffnung presst.
Durch den großen Überlapp der beiden Anzugteile an der Hüfte lässt sich die Hose auch einzeln als Regen- oder Wathose verwenden.

Trägt man beide Teile ohne sie zu verbinden, so hat man eine relativ gute Belüftung und kann man damit auch gut im Regen wandern ohne allzu sehr zu schwitzen und ohne eine separate Garnitur Regenkleidung zu brauchen (hier wäre natürlich eine Kapuze von Vorteil) – ein unschätzbarer Vorteil bei Wander-Paddeltouren, auf denen jedes Gramm zählt. Hier punktet der SplitSuit klar gegenüber dem günstigeren Packsuit.

Die Latexfüßlinge (auf die eigene Schuhgröße angepasst) bieten genug Platz um darin ein (bei Bedarf auch mehrere) dickes Paar Socken zu tragen, sind aber gleichzeitig so genau geschnitten, dass man damit auch ohne Faltenbildung in seine Wanderstiefel schlüpfen kann, was die Möglichkeit eröffnet auch mal längere Strecken zu Fuß zurückzulegen.



Erster Test

Einen ersten Praxistest machen wir nicht etwa auf einer Packraftingtour, sondern während eines Sommerfests am heimischen Badesee. Das Wasser ist warm genug, um darin auch ohne Anzug zu baden, ein Härtetest ist das also noch nicht, aber: die Anzüge tun das, was sie tun sollen: sie halten auch bei längerem Aufenthalt und intensiver Bewegung im Wasser trocken. (Und sie brechen das Eis: so viel bin ich noch nie mit Leuten ins Gespräch gekommen wie dort im knallgelben Trockenanzug zwischen planschenden Kindern im Wasser stehend).





Im Einsatz

Dann kam endlich der echte Einsatz der Anzüge, bei einer mehrtägigen Packrafttour auf einem eisgefüllten Fjord im Süden Grönlands.  Da es recht kalt ist, tragen wir unter den Trockenanzügen jeweils eine Schicht Woll- und Fleeceunterwäsche, an den Füßen trage ich zwei paar Wollsocken und zusätzlich Neoprensocken, denn beim Sitzen im Boot werden meine Füße schnell kalt. Über den Füßlingen tragen wir Trekkingsandalen um das Latex vor Beschädigung durch scharfkantige Steine und Eis zu schützen. Bei leichtem Wind und bedecktem Himmel ist uns derartig verpackt angenehm warm in den Anzügen (bei stärkerem Wind vermissen wir Kapuzen). Und auch wenn mal die Sonne herauskommt und es sofort deutlich wärmer wird, bleibt das Klima in den Anzügen angenehm und es bildet sich kein nennenswertes Kondensat. Einzig die Füße sind leicht feucht vom Schweiß.



Das Waten ins Wasser ist erst einmal gewöhnungsbedürftig: durch die Kälte des Wassers haben wir immer wieder das Gefühl, dass Wasser eingedrungen ist. Aber: die Füße sind jedes Mal trocken geblieben und nach den ersten Malen ignorieren wir das irritierende Gefühl einfach.

Mit dem Vertrauen ins Material steigt das Selbstbewusstsein und gegen Ende der Tour laufen wir ohne einen Gedanken an Nässe und Kälte zu verschwenden auch mal knietief ins Wasser hinein. Die Füßlinge lernen wir dabei sehr zu schätzen, denn unsere Füße trocken, egal wie tief wir im Wasser sind. Und trockene Füße bleiben warm, daher ist es auch kein Problem, als Lars eines Abends über eine Stunde im eisigen Wasser herumläuft und die Kinder immer wieder einen kleinen Flusslauf hinaufzieht, den sie dann unter freudigem Jauchzen zurück ins Meer paddeln. Die eng anliegende Latex-Halsmanschette ist anfangs leicht unangenehm, daher ziehen wir die Trockenanzüge am Ende einer Tagesetappe anfangs möglichst schnell aus. Nach ein paar Tagen ist die Manschette dann aber so gut eingetragen, dass wir keinerlei Eile mehr haben, aus den Anzügen herauszukommen und oft tragen wir sie noch eine ganze Weile beim Aufbau des Camps.

Gerade wenn man die Anzüge längere Zeit am Stück trägt entpuppt sich die Teilung als großer Vorteil, nicht zuletzt macht Art und Position des Reißverschlusses das Austreten ziemlich unkompliziert!
Zum Glück müssen sich unsere Anzüge auf unserer Tour nicht im Ernstfall beweisen, aber am Ende will ich es dann doch wissen und gehe zwischen Eisbergen baden. Auch bei längerem Aufenthalt im Wasser wird mir nicht kalt, einzig die ungeschützten Hände halte ich krampfhaft aus dem Wasser. Das beruhigt natürlich sehr, zu wissen, dass der Anzug im Ernstfall hält was er verspricht.





Fazit

Als Fazit kann ich also sagen: wir sind mit dem Anfibio-SplitSuit rundum zufrieden. Preis und Leistung überzeugen, der teilbare Charakter hat gegenüber klassischen Trockenanzügen unschätzbare Vorteile. Im Praxistest haben wir großes Vertrauen in den Anzug gewinnen können, und so können wir uns beruhigt an die Planung der nächsten Touren in arktischen Gefilden machen.


*Hinweis: Der Süden Grönlands liegt deutlich unterhalb des Polarkreises liegt, aber: das Wasser ist so kalt, dass sich selbst im Spätsommer morgens manchmal eine dünne Schicht Meereis bildet, es schwimmen Eisberge darin herum und gelegentlich verirrt sich ein Eisbär in die Gegend. Aber dazu mehr in einem anderen Bericht ...

** Trockenanzüge für Kinder sind für den günstigen PackSuit Basic (je nach Ausstattung um 250€) auf Anfrage erhältlich.

06.12.2017

BERGSICHTEN BERG+OUTDOOR FILMFESTIVAL DRESDEN 2017

Auch in diesem Jahr waren wir wieder auf dem Bergsichten Festival in Dresden vertreten. Wie jedes Jahr war das Festival auch dieses Jahr mit seinen über 50 Livevorträgen von weltbekannten Abenteurern und einem hohen Anteil an Wassersportlern (u.a. Olaf Obsommer und Holger Heuber) ein großer Erfolg.


Besonderer Anlass war außerdem der Live-Vortrag "Sibirien: Mit Fahrrad und Schlauchboot durch Sajan und Altai" von Richard Löwenherz. In 2016 noch als Newcomer im Rahmen des Wettbewerbs der Kurzbeiträge angetreten und aus diesem als Gewinner herausgegangen, stand Richard in diesem Jahr als einer der Hauptreferenten vor begeistertem Publikum.

Richard Löwenherz und Frank Meutzer auf dem Bergsichten Festival 2017
Neben Richards Beitrag fand sich das Thema Packrafting auch im Vortrag "Up North - Zu Fuß und mit Boot unterwegs in Alaska, Kanada und Aleuten" von Holger Heuber wieder, welcher die Zuschauer in seinem spannenden Vortrag mit auf seine Tour durch Alaska nahm.

Holger Heuber mit dem Alligator 2S


Auch in diesem Jahr hat es uns wieder großen Spaß gemacht mit den Besuchern und Packrafting-Interessierten ins Gespräch zu kommen. Viele neue Modelle haben nur so auf euch gewartet! 
Besonders beglückwünschen wir auch Horst Müller, der den zweiten Publikumspreis - ein Anfibio Delta MX inkl. Paddel - gewonnen hat. Viel Spaß beim Paddeln! 

Der zweite Publikumspreis übergeben von Holger Lieberenz von Biwak 







Herzlichen Dank an Frank Meutzner und das Bergsichten Team für die Organisation und Unterstützung. Wir freuen uns auf weitere spannende Vorträge im nächsten Jahr!



Bilder: Katja Wünsche