13.04.2017

DER MRS ADVENTURE X2 MIT ISS AUF DEM PRÜFSTAND IN NORWEGEN (REVIEW)

Hagen hat seine Elternzeit genutzt um den Adventure X2 mit ISS auf Herz und Nieren zu prüfen! 

Ohne Rucksackboot wäre uns diese Idylle verwehrt geblieben






von Hagen Pacher 

Darum ein Packraft

Bei Urlaubstouren mit der Familie zählt jeder Liter Stauraum. Auf ein kleines Tourenboot wollten wir trotzdem nicht verzichten. Oft sind wir weit draußen in der Natur unterwegs und können uns somit keine Ausfälle beim Material leisten, schon gar nicht mit einem kleinen Kind. Also sollte der neue schwimmende Untersatz robust, klein und leicht werden. Ein Packraft ist da ideal. Schließlich sind selbst Rucksacktouren mit ihm gut möglich.

Einzig der Preis ließ uns die Entscheidung sehr lange abwägen. Die gute Qualität, der anständige Wiederverkaufswert und eine mögliche 50 € Belohnung für Revierbeschreibungen ließen uns dann doch zuschlagen.

Aufgrund der Größe für zweieinhalb Passagiere haben wir uns für des MRS Adventure X2 in Grün entschieden. Die Farben Blau und Rot wären ebenfalls möglich gewesen. Optional hätten wir auch eine Spritzdecke ordern können, haben uns aber aus Platz-/Gewichtsgründen dagegen entschieden. Stattdessen wollten wir unbedingt den brandaktuellen Gepäckreißverschluss ISS (Internal Storage System). Er vergrößert die Zuladung enorm, aber dazu später mehr.

Der Reisverschluss (ISS) zum Bootsinneren eröffnet ungeahnte Verstaumöglichkeiten


Die Qualität

In meinem Keller dümpelt noch ein kleines Armeeschlauchboot aus der DDR vor sich hin, das ich gelegentlich zum Angeln benutze. Wer schon mal so eins in den Händen hatte, weiß, dass die für die Ewigkeit gebaut wurden. Die Packrafts, erinnern mich stark daran, nur dass diese leichter sind und moderner aussehen. 

Das Adventure X2 besteht aus urethan-beschichtetem Nylon, ist sauber verarbeitet und akkurat verklebt. Der Packrafting-Store wirbt damit, dass die meisten seiner Produkte Handarbeit sind. Bei unserem neuen Boot kann ich mir die vielen Arbeitsschritte zum fertigen Produkt gut vorstellen. Auch die 13 Zurrpunkte (9x an der Außenhaut, 2x Befestigung im Bootsschlauch, 2x Rückenlehne) sind bombenfest.


Nach sechs Monaten sporadischer Nutzung hat das Packraft - außer leichtem Abrieb von fiesen Aufsetzern - noch keinerlei Schaden genommen. Für einen etwaigen Schaden ist zwar Flickzeug im Lieferumfang, aber leider ohne Kleber. Wie viel das Boot aushält, konnten wir nicht nur selbst feststellen: Das zeigt auch dieser schöne Beitrag zum Rodeln mit Packraft.

Einzige Unstimmigkeit am Rucksackboot ist das Gewicht. Laut Produktbeschreibung müsste es inklusive ISS und aller Sitzkissen 4265 Gramm auf die Waage bringen. Abzüglich einer kleinen Toleranz liegt das Adventure X2 allerdings 200 Gramm darüber. Die Kleinteile stimmen im Gewicht mit den Herstellerangaben überein. Leider ist es das Boot selbst, das schwerer ist. Die Erklärung ist jedoch verblüffend: es liegt an der Farbe! Ja, grüne Pigmente sind offensichtlich schwerer als blaue oder rote. Wem es also auf 200g ankommt, der greift zu einer auffälligen Farbe.

Die Maße sind dagegen wieder stimmig. 295 Zentimeter Länge und 100 Zentimeter Breite kann ich bestätigen. Das Packmaß ist mit 46 Zentimetern Höhe und 20 Zentimetern im Durchmesser sogar noch vier Zentimeter niedriger als im Packrafting-Store beschrieben.

Lediglich bei den Packsäcken bin ich etwas verwirrt, da sie unterschiedlich groß sind. Der kleinere misst 115 x 30 Zentimeter, der Größere 135 x 38 Zentimeter. Da ich damit aber quasi auf den gleichen Stauraum komme, wie angegeben (eigentlich zweimal 130 x 30 Zentimeter), stört mich das kein Stück.

Edit: offensichtlich habe ich im Rahmen des allerersten Serienmodells je einen Packsack für das Adventure X2 und einen für den Alligator 2S bekommen (dessen Schläuche kleiner sind).

Die verschieden großen Packsäcke fürs Bootsinnere

Im Gegensatz zum Boot sind die beiden Säcke weniger robust, weil sie innerhalb des Bootsbauches verwendet werden und der Fokus bei der Entwicklung deshalb ganz klar auf einem niedrigen Gewicht lag (240g inkl. Reißverschluss). Daher gehe ich gern besonders sorgsam mit ihnen um. Ein Loch in den Packsäcken wäre schon deswegen ärgerlich, weil dadurch der Sicherheitsaspekt von zwei extra Luftkammern im Bootsbauch wegfiele.


Im Outdooreinsatz

Hauptsächlich haben wir das Adventure X2 auf einer mehrmonatigen Elternzeitreise verwendet. Ganz besonders in Norwegen war es uns von großem Nutzen. Es hat genug Platz für zwei Erwachsene mit Kind, Zelt und Rucksäcken. Um den Platz maximal auszuschöpfen, habe ich zum Paddeln auf dem Heck gekniet, was dank guter Steifigkeit des Rumpfes auch gut ging. Der ein oder andere mag es auf Dauer lediglich etwas unbequem finden. Solange es nicht auf raue Flüsse geht, fällt man trotz der exponierten Position aber nicht ins Wasser.

Sieht unbequemer aus, als es in Wirklichkeit ist

In weniger als zehn Minuten wird das Adventure X2 einsatzbereit sein


Auf- und Abbau gehen superschnell von der Hand. Mit dem praktischen Blasesack spart man sich eine sperrige Pumpe. Nach etwas Übung mit diesem dauert der gesamte Aufbau bei mir mit Paddelzusammenbau, Gepäck im Bootsschlauch verstauen und Sitzkissen aufpusten keine zehn Minuten (siehe Video zum ISS). Dabei muss man unbedingt darauf achten den Gepäckreißverschluss bis auf den Bruchteil eines Millimeters zu verschließen, da sonst unbemerkt, aber stetig die Luft entweicht. Der Packrafting-Store hat hier bereits nachgebessert und bietet eine Lasche zum Einhängen des Reißverschlusses an. Die ist nicht nur eine gute Gedankenstütze, den Reißverschluss auch richtig zu schließen, sondern sie dient auch als gute Kindersicherung auf dem Wasser.

ACHTUNG so ist der Reißverschluss noch etwas geöffnet

Nachgerüstete Lasche zum Einhängen des Reißverschlusses

Zudem ist noch Schnelligkeit beim Wechseln vom Blasesack zum Rückschlagventil gefragt, damit nicht unnötig viel Luft aus dem Bootsschlauch strömt. Aber auch das ist nach etwas Übung kein Problem mehr. Lediglich die aufblasbaren Sitzkissen sollten schon daheim im Boot befestigt werden, da das etwas zeitaufwendig und friemelig ist. Einmal eingebaut können sie an Ort und Stelle bleiben.

Gelöste Verbindung zwischen Sitz und Boot

Neben ausreichend Platz bin ich auch mit der Zuladung sehr zufrieden. Zu zweit mit Kind, großem Baumzelt und Rucksäcken haben wir es „nur“ auf 200 Kilogramm gebracht. Für das Boot wären 250 Kilogramm möglich. Um bei Rucksacktrips etwas Gewicht (~600 Gramm) zu sparen, lassen sich einfach die aufblasbaren Sitzkissen ausbauen. Auf einem Rucksack, der sowieso meist dabei ist, sitzt es sich genauso bequem und spart zudem noch Platz an Deck. Zwei vollgepackte Bergkraxen (je 70 Liter Volumen) passen gerade so als „Stühle“ in den Rumpf.
Obwohl es keinen Kielstreifen besitzt, ist das vollgepackte Rucksackboot im Geradeauslauf für Schlauchbootverhältnisse sehr spurtreu.


Aber auch im Einzelbetrieb bleibt es gut steuerbar. Die angegebene Geschwindigkeit von fünf bis sechs Stundenkilometern ist mit etwas Anstrengung realistisch.

Besonders angenehm empfinde ich die Gemeinschaft, die fürs Packrafting entsteht. Wahrscheinlich wird sie nicht das Ausmaß wie in Nordamerika erreichen, aber die Voraussetzungen sind dort mit den großen Wildnisgebieten schließlich auch günstiger. Trotzdem ist das Team des Packrafting-Stores sehr bemüht um seine Community. Der Blog ist ein Sammelbecken für Angler, Wildwasserfahrer, Entdecker und Alltagsverrückte. Neuheiten, Tourenideen und Fernweh gibt es genauso kostenlos wie einen guten, schnellen Rat (die Antwortzeiten auf E-Mails sind sagenhaft).
Auch an anderer Stelle gibt es prima Service zum Packraft dazu. Eine Probefahrt auf der Elbe bei Radebeul haben wir zum neuen Rucksackboot wie selbstverständlich dazubekommen. Sobald der kleine Schatz erstanden ist, gibt es eine dreijährige Garantie. Auch nach dem Kauf ist die Nachrüstung diverser Extras noch möglich (z. B. extra Zurrpunkte, Finnen, usw.).

Zum Abschluss vom Praxisteil hier noch die versprochene Erklärung zum Gepäckreißverschluss als Video:



Sowohl mit Gepäckreißverschluss als auch mit dem Adventure X2 im Allgemein sind wir sehr zufrieden. Beides ist absolut zuverlässig. Aufgrund des Gewichts der Ausrüstung, die wir mit Säugling bräuchten, haben wir zwar noch keine ausgedehnte Mehrtagestour mit Packraft und Rucksack gemacht, aber das wird definitiv noch folgen, sobald keine Windeln mehr nötig sind. Ebenso habe ich das Boot noch nicht im richtigen Wildwasser getestet. Empfohlen wird es bis zur Kategorie WWII. Mal schaun, ob da auch mehr geht :p Auf nebendemweg.de werde ich auf jeden Fall darüber berichten, wenn es soweit ist.

Unsere eigene Insel dank Packraft



Pflege

Da das Adventure X2 auch so lange hält, würde ich sagen, dass sich jeder der keinen Bock auf Pflege hat, diesen Absatz sparen kann. Wer aber noch ein paar Jahre auf die Lebensdauer seiner Ausrüstung draufpacken möchte, der muss nur wenige Dinge beachten. Am besten wird das Rucksackboot ohne größere Temperaturschwankungen, in trockener Umgebung und vor Sonneneinstrahlung geschützt gelagert. Nach Gebrauch hilft ordentliches Trocknen gegen Modergeruch und Dreckentfernung gegen unnötigen Verschleiß. Aufbewahrt wird das Adventure X2 bei mir locker gerollt oder ganz ausgebreitet.

Wer wie wir den Gepäckreißverschluss im Schlauch hat, sollte aufpassen, dass dieser nicht auf Dauer zu scharf geknickt wird. Außerdem hilft gelegentliches Auftragen von Silikonfett, wie es auch bei Packtaschen oder Trockenanzügen üblich ist. Damit bleibt er weiter ordentlich dicht und öffnet/schließt auch leichter. Gegen Dreck und Schlamm ist der Reißverschluss zwar weitestgehend unempfindlich, allerdings halte ich ihn dennoch akkurat sauber, damit er möglichst lange hält. Falls er doch irgendwann zum Totalausfall wird, dann ist nicht das ganze Boot futsch, denn er kann auch getauscht werden.


Zusammengefasst

Für den stattlichen, aber gerechtfertigten Anschaffungspreis haben wir viel erhalten und deswegen den Kauf auch nicht bereut. Das MRS Adventure X2 mit Gepäckreißverschluss ISS ist klein verpackbar, robust, vergleichsweise leicht und bietet genügend Platz für zwei Erwachsene mit Kind und Gepäck. Die Qualität ist makellos, einen gepflegten Blog gibt es kostenlos und an der Kundenbetreuung ist nichts zu deuteln. Sobald der überflüssige Ballast, wie Tablet, Bierdosen oder Schminkzeug rausgeflogen ist, findet sich selbst neben Kocher und Schlafsack in jeden großen Rucksack Platz für ein Packraft. Mit vielen Erweiterungsmöglichkeiten und optionalem Zubehör sind von Rafting, über Angeln und Trekking viele Outdoorsportarten mit dem Rucksackboot möglich.

Nicht nur große Kinder mögen dieses Boot

10.04.2017

PRESSESPIEGEL 2017

Auch im Jahr 2017 gibt es wieder Presseartikel zum Thema "Packrafting" mit Neuheiten, Tourentipps und Reviews!

1. RAUS!-Magazin

Hamburg ist geprägt durch seine unzähligen Wasserstraßen. Unterwegs mit dem Anfibio Delta MX macht sich Benjamin Hellwig auf auf "eine amphibische Mikroreise zu Fuß und per Packraft". Mehr dazu im Beitrag im RAUS!-Magazin der aktuellen Ausgabe.

Quelle: https://rausmagazin.de/


















2. KANU Sport, Ausgabe 02-17

In der zweiten Ausgabe 2017 der KANU Sport, dem Mitgliedsmagazin des Deutschen Kanuverbandes (DKV), gibt es Tipps für Touren im Gebiet Deutschland, Tschechien und Polen mit nützlichen Hinweisen und Informationen.

Quelle: Deutscher Kanuverband
























3. Gear Junkie Review

Das US amerikanische Online-Magazin "Gear Junkie" unterzieht das Anfibio Alpha XC einem ausführlichen Test.

Quelle: Gear Junkie


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4. KANU Magazin - Das unsichtbare Boot oder die amphibische Reise!

Qualitätsjournalismus par excellence! Das führende deutsche Magazin für Paddler widmet sich Philosophie und der praktischer Anwendung von Rucksackbooten - mit Tourentipps vom Balkan bis in die Alpen.

13.03.2017

DIE "MAMMUTREISE" - MIT PACKRAFTS ÜBER DAS WERCHOJANSKER GEBIRGE

Quelle Wikipedia
Wenn es so etwas wie eine „Touren-Ästhetik“ gibt, dann wird sie von Clemens immer wieder repräsentiert. Ihre letzte Tour im Nordosten Sibiriens macht da keine Ausnahme und enthält alle Zutaten dafür: 

Werchojansker Gebirge - noch nie gehört. Check! 

Aus der Makrosicht eine“einfache“, klare Line – die Überwindung der Wasserscheide zwischen "Jana und Lena". Check!

Aus der Mikroperspektive ein abwechlungsreiches Programm - trekken, treideln, reiten, raften. Check! 

Von der An- bis zur Abreise ein Abenteuer- isolierte Siedlungen, menschenleere Landschaften, Ungewissheit, Überraschungen und neue Entdeckungen. Check!


von Clemens Ratschan

Der Titel Mammutreise, wird unserem Packrafting-Trip in doppelter Hinsicht gerecht. Zum einen fanden wir einen echten Stoßzahn des ausgestorbenen ost-sibirischen Steppenbewohners, zum anderen bedeutete der Plan, in 5 Wochen das nordjakutische „Werchojansker Gebirge“ zu überqueren, eine gewaltige physische Anstrengung. Am Ende der Reise kamen dabei im Motorboot gefahrene 145 km, 35 km stromauf gezogene Packrafts, 25 km zu Pferd, 70 km zu Fuß und 430 km mit den Packrafts stromab zusammen. Doch all diese Strapazen waren die Reise wert, denn belohnt wurden wir mit grandiosen Landschaften, das einmalige Erlebnis, wochenlang auf keine Menschenseele zu treffen, und einer großartigen Fischerei auf Saiblinge und Sibirische Forellen. Für die Packrafts war die Route aufgrund der Länge und der abwechslungsreichen Bewegung stromauf treidelnd, im IIIer Wildwasser und über langen Zahmwasseretappen eine Herausforderung. Sie haben sich dennoch wieder bewährt.

Stromauf treideln auf der östlichen Seite des Werchojansker Gebirges – am leichtesten geht’s in kleinen Nebenarmen.

Schon kleine Totholzhaufen machen die Treidelei langsam und anstrengend.

Weiter oben im Tal werden die Furten immer steiler. Die Packrafts über ein 4-5 km langes Eisfeld zu ziehen fiel leichter als sie den Fluss stromauf zu treideln, der das Eisfeld durchschneidet.






Rentiere in einem Ewenen-Lager
Wir konnten mit Pferden der Ewenen über den Pass reiten.

Wenig Wasser im Oberlauf des Sobopol Flusses, häufig auch stark verklaust.

Dann wächst der Fluss rasch zu respektabler Größe an. Fast 100 km lang fließt er munter mitten durch die Berge

Im IIIer Wildwasser müssen wir häufig ans Ufer, um das Spritzwasser durch Umdrehen aus den Booten zu leeren.

Herrlicher Sobopol zwischen 2000 m hohen Bergen.

Marsch im Seitental

Um die steilen Ufer zu vermeiden, sind laufend Wechsel der Flussseite notwendig.

Am See angekommen erwartet uns nach 3 Marschtagen eine Traumlandschaft.

Lager am See

Kapitaler Saibling aus dem Gebirgssee. Es folgen viele weitere Fänge dieser wunderschönen Fische. 

Stromab im Wildbach

Imposante Anbruchufer im Wildbach

Stromab im Wildbach

Zurück vom See fuhren wir den Fluss weitere 300 km stromab bis zur Lena.


Paddelpause am westlichen Rand des Gebirges.

Wintereinbruch im August

Am Unterlauf des schon riesigen Soboloch-Majan. Das Zurücklegen der Tageetappen wird anstrengend, vor allem bei Gegenwind.

Im Unterlauf ist der Fluss breit, monoton und träge. Unmittelbar vor der Mündung in die Lena, in der Nähe liegt ein kleines Fischerdorf, wo wir nach 21 Tagen das erste Mal wieder auf andere Menschen treffen werden.

Ein noch umfangreicherer Reisebericht erscheint in 3 Teilen im Fliegenfischer-Forum!

18.01.2017

SNOWBOATING: EINE NEUE DEFINITION VON WILDWASSER

Es wird kälter auf der nördlichen Halbkugel. Zeit die Paddelsaison zu beenden und die Schneesaison einzuleiten? Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und erster Schneefall lassen das vermuten!

MRS Ponto im Einsatz
In diesem Blogbeitrag wird deutlich dass Packrafting eine echte 4-Jahreszeiten Aktivität ist. Macht das Boot fertig für das gefrorene Wasser :) Ein Packraft kann tatsächlich auch ein gutes Winterspielzeug sein.

Sollte irgendwer noch immer Zweifel an der Robustheit eines Packrafts haben - überzeugt euch hier vom Gegenteil :) Es ist definitiv ein Stresstest für das Bootsmaterial und den Rodler ebenso.




Tipps und Tricks

Einige Hinweise aus 7 Jahren Rodelerfahrung:
  1. Bereinige den Rodelhang. Falls der Hang nicht sehr steil ist oder mit nur wenig Schwung gerodelt wird rutscht das Boot nicht so gut auf Pulverschnee. Forme daher am besten eine Bahn mit der Hilfe von Schneeschuhen oder glätte den Schnee mit dem Boot selber.
  2. Sitze nicht auf dem Boden des Bootes, denn das Boot rutscht am besten wenn man nicht sitzt. Verlagere das Gewicht daher am besten auf die Schläuche.
  3. Gewicht hilft. Im Gegensatz zum Wildwasser funktioniert die Nutzung mit 2 Personen hier super.
  4. Erwarte keine geradlinige Abfahrt. In der Regel dreht sich das Boot beim Fahren. Ein Paddel kann hier helfen, bringt aber auch eine gewisse Gefahr mit sich. 
  5. Trage am besten eine Skibrille um deine Augen vor herumfliegenden Schnee und Eis zu schützen.


Habt Spaß, aber seid euch dem Risiko bewusst. Im Falle eines Schadens kann hier keine Gewährleistung der Boote erwartet werden. Aber nur um es zu erwähnen, trotz hier beschriebener und selbst getesteter Nutzung konnte ich keine Abnutzungsspuren am Boot finden.

Gutes Rodeln!