01.04.2022

KEHRWASSER-SPIELCHEN

 Was ist eigentlich ein Kehrwasser? 

  • Ein von Unrat bereinigter (gekehrter) Flussabschnitt? 
  • Eine Ableitung zum Zwecke der Energiegewinnung (Umkehrung)?
  • Oder der Strömungschatten (Kehrtwende) nach einem Hinderniss?

Das ist hier keine Theorieprüfung zum Erwerb des Fahrtenbuches für muskelkraftbetriebene Kleingewässerfahrzeuge oder oben erwähntes Kehrwasser-Spiel ;). Die meisten kennen die Antwort natürlich. Und sie wissen auch, dass Kehrwasserfahren so ziemlich zum essentiellsten Bestandteil der Wildwasserfahrer gehört. Aber auch ein Tourenpaddler ist gut darin beraten, die Dynamik dahinter zu verstehen und zu nutzen. Packrafter sind insbesondere gefordert, da ihr Bootstyp nicht die idealen Voraussetzungen fürs Kehrwasserfahren mitbringt. Man muss aktiv daran arbeiten. Mit Packraft muss man besonders dynamisch agieren, sonst prallt man im wörtlichen Sinne dran ab. Daher lohnt es, einen ganzen Artikel darauf zu verwenden, diese wichtige Technik zu erläutern. Willkommen bei einem weiteren Tutorial auf unserem Blog.

Anfahrt ins Kehrwasser mit dem richtigen Winkel, ordentlicher Beschleunigung und entsprechender Körperhaltung

Da vorne rechts ist das Kehrwasser, das ich erwischen will. Frühzeitig peile ich es an und mit kräftigen Paddelschlägen beschleunige ich mein Packraft. Jetzt durchstößt mein Boot die Verschneidungszone, der Bug wird von der Kehrwasserströmung erfasst. Ich kante mein Boot etwas und lasse es vollends ins Kehrwasser laufen. Ganz von selbst dreht mein Packraft, schießt sogar noch ein wenig stromauf. Ohne irgendeinen überflüssigen Paddelschlag, geschweige denn eine Paddelstütze stehe ich jetzt schulbuchmäßig im Kehrwasser. 

Kehrwasserfahren ist das A und O beim Wildwasserpaddeln. Vom Kehrwasser aus startet man die Fahrt, ins Kehrwasser flüchtet man sich vor der unfahrbaren Stufe, von Kehrwasser zu Kehrwasser tastet man sich den unübersichtlichen Katarakt hinunter. Ohne Kehrwasserfahren geht beim  Wildwasserpaddeln also gar nichts!

Das Momentum zur Überwindung der Verschneidungslinie kann nicht stark genug sein


Was ist eigentlich ein Kehrwasser?

Das Kehrwasser ist eine Strömung, die entgegengesetzt zur Hauptstömung fließt und sich hinter Hindernissen wie z.B. Felsblöcken bildet. Den Bereich, der die Hauptströmung vom Kehrwasser abgrenzt, nennt man Verschneidungszone. Die Verschneidungszone kann eine schmale, definierte Linie sein, die das Kehrwasser ganz klar von der Hauptströmung trennt. Sie kann aber auch sehr breit sein, mit chaotischen, verwirbelten Strömungen.

Manchmal wird es eng im Kehrwasser, gerade für so aufgeblasene Typen


Drei Faktoren
 
Wer in ein Kehrwasser einfahren will, muss auf drei Faktoren achten:

1. Fahrt aufnehmen: Je größer der Strömungsunterschied zwischen Kehrwasser und Hauptströmung; und je breiter die Verschneidungszone ist, desto schneller muss gepaddelt werden. Bin ich zu langsam, wird nur der Bug von der Kehrwasserströmung erfasst, aber es fehlt das Tempo, um mit meinem Boot ganz ins Kehrwasser vorzustoßen. Mein Boot dreht zwar, hängt dann aber entweder in der Verschneidungszone oder wird rückwärts abgetrieben.

2. Einfahrtswinkel: Auch hier gilt die Abhängigkeit von der Größe des Strömungsunterschiedes und der Breite der Verschneidungszone. Je größer Strömungsunterschied und Breite, desto spitzer muss der Winkel sein, mit dem ich ins Kehrwasser einfahre. Paddle ich mit zu stumpfem Winkel an (komme ich zum Bei spiel genau von der Seite = 90°) dreht es mich nur ab, ohne ganz ins Kehrwasser zu kommen.

Ein Fehler, der hier häufig gemacht wird: Man dreht das Boot erst im letzten Moment in Richtung Kehrwasser und das dann meistens mit einem Konterschlag, weil der am wirkungsvollsten ist. Allerdings ist jetzt der ganze Dampf weg und es geht wieder nichts.

Also immer vorausschauend fahren und rechtzeitig die richtige Richtung einschlagen.

Pausentaste betätigt. Ein Kehrwasser ist immer Ruhepol und Kraftspender.


Was aber tun, wenn man um einen ungünstigen Anfahrtswinkel nicht herumkommt, weil Walzen oder andere Hindernisse die Optimalroute versperren? Ist der Anfahrtswinkel zu spitz, Gas wegnehmen und kurz vor Kehrwassereinfahrt mit einem kräftigen Bogenschlag wieder Fahrt aufnehmen und die Richtung korrigieren.

Bei zu stumpfen Winkeln hilft schlicht und einfach nur beschleunigen bis zur Höchstgeschwindigkeit.

3. Boot kanten: Stimmen Richtung und Geschwindigkeit, lässt man sein Boot ins Kehrwasser gleiten. Sobald der Bug die Verschneidungszone durchbricht, kantet, d.h. kippt man das Boot in Drehrichtung, um ein Auflaufen von Oberwasser und die damit verbundene Kenterung zu verhindern.

Wie stark gekantet wird, hangt von der Drehgeschwindigkeit ab – und diese wiederum vom Geschwindigkeitsunterschied von Hauptströmung und Kehrwasser. Je größer der Unterschied, desto höher die Drehgeschwindigkeit, desto  starker wird gekantet. Bei hohen Drehgeschwindigkeiten muss zusätzlich der Oberkörper mit in die Kurve (aus)gelegt werden. Richtiges Kanten ist Gefühls- und Erfahrungssache...

 
Eingeparkt. Vom Kehrwasser hat man idealerweise einen guten Überblick und Kommunikationslinien mit seinen Partnern.


Kehrwasser-Telegramm

1. Boot beschleunigen: Je breiter die Verschneidungszone und je größer die Strömungsunterschiede, desto höher muss die Geschwindigkeit sein

2. Einfahrtswinkel: Rechtzeitig den richtigen Einfahrtswinkel festlegen: Je breiter die Verschneidungszone, je größer die Strömungsunterschiede, desto spitzer der Einfahrtswinkel

3.Kanten: Boot ins Kehrwasser laufen lassen, dabei Kanten und gegebenenfalls Oberkörperauslage (je schneller die Drehgeschwindigkeit, desto stärker Kanten und Auslage). Paddel in Bereitschaftshaltung, nur im Notfall stützen

4. Kleine Kehrwasser: Drehradius durch Ziehschlag verkleinern

5. Breite Verschneidungszone: Bogenschlag (auf der Kurveninnenseite) für zusätzliche Beschleunigung und zur Vorbeugung gegen vorzeitiges Abdrehen

Beschleunigung und Anfahrt ins Kehrwasser kann man auch auf dem See üben. Hier sieht man gut wie die Kanten vom Heck greifen.


Extremfälle

Wenn alle drei Faktoren optimal aufeinander abgestimmt zum Einsatz kommen, läuft das Boot wie geschmiert ins Kehrwasser. Allerdings gibt es auch Situationen, bei denen man noch ein bisschen mehr tun muss, um sein Kehrwasser perfekt zu erwischen.

1. Das Kehrwasser ist sehr klein: Hier muss man den Drehradius verkleinern, und zwar mit einem Ziehschlag. Häufig wird der Ziehschlag viel zu früh, d.h. noch in der Hauptströmung ausgeführt. Das bremst die Fahrt und ist nicht besonders wirkungsvoll. Also, ganz wichtig: Erst das Boot  ins Kehrwasser laufen lassen und dort zum Ziehschlag ansetzen.

2. Die Verschneidungszone ist sehr breit: Und zwar so breit, da mein Schwung auch bei Höchstgeschwindigkeit nicht ausreicht, um bis ins sichere Kehrwasser vorzudringen. Mit einem Bogenschlag auf der Kurveninnenseite erreiche ich zweierlei: das Boot wird nochmals beschleunigt, einem vorzeitigen Abdrehen wird vorgebeugt. Die gleiche Technik wird angewandt, wenn man sehr tief in ein großes Kehrwasser einfahren will. In beiden Fällen zahlt sich das vorher angeeignete „Kurvengefühl“ aus. Nur wer beim Kehrwasserfahren ohne Paddelstütze auskommt, kann einen
Zieh- oder Bogenschlag effektiv ausführen.

Der Trick für kleinere Kehrwasser ist über die Verschneidungslinie und im Kehrwasser einen Ziehschlag anzusetzen (The Packraft Handbook von Luc Mehl).


Augenmaß

Jetzt stellt sich noch die Frage, wo man am besten ins Kehrwasser einfährt. Beherrscht man die Technik des Kehrwasserfahrens, nimmt man einiges vom Schwung der Einfahrt mit ins Kehrwasser und schießt dadurch sogar noch ein gutes Stück stromauf. Bei einem besonders stark ausgeprägten Kehrwasser sollte dieser Effekt unbedingt berücksichtigt werden, indem man etwas weiter unten einfährt. Wer zu weit oben ins Kehrwasser schießt, rammt mit Sicherheit das Kehrwasser-verursachende Hindernis.

Bei einem kleinen, schwachen Kehrwasser liegt die Sache umgekehrt. Wer nicht abtrudeln will, drückt sich gleich ganz oben ins Kehrwasser, Das gleiche gilt für ein Kehrwasser mit sehr breiter Verschneidungszone.


Wieder zurück

Egal, ob ich von der Hauptströmung in ein Kehrwasser einfahre, oder vom Kehrwasser in die Hauptströmung - die Spielregeln bleiben fast die gleichen! Fast...

Startet man vom Kehrwasser aus in eine sehr schnelle Strömung, liegt die Schwierigkeit darin, weit genug hinauszukommen. Hier bedient man sich einer Technik, die dem Boofen  sehr ähnlich ist: Letzter, kräftiger Paddelschlag kurz vor Verlassen des Kehrwassers und zwar auf der Kurveninnenseite. Dabei Hüfte schnell nach vorne schieben. Durch den Hüftschub wird das Boot nicht nur zusätzlich beschleunigt, sondern auch der Schwerpunkt nach hinten verlagert, der Bug entlastet und dadurch etwas angehoben. Jetzt hat die Strömung nicht mehr so viel Angriffsfläche, um den Bug mit sich stromab zu reißen. Man kommt weiter in die Hauptströmung hinaus.

Credits

Inhaltliche Basis des Beitrags ist der Bericht von Jan Kellner aus dem Kanumagazin 1997. Die Fotos stammen von Tim Heide und Lutz Rößiger, aufgenommen an der Chemnitz und Roten Weißeritz im Frühjahr 2021. Paddler sind Martin Achleitner und Sven Schellin. Das eingesetzte Boot ist ein Anfibio Revo CL.

09.03.2022

REVIER, REVIEW, REVO – DIE BEGEGNUNG DER REVOLUTIONÄREN ART

Lorenz ist in der deutschen Paddelszene ein Urgestein. Ob Faltboot, Raft, Wildwasserkajak oder SUP, er lebt seit Kindheitstagen nach dem Motto „Hauptsache paddeln“. Bekannt ist er als langjähriger Autor diverser Paddel-Magazine und Inhaber der Firma Rheinraft. Paddeln ist nicht nur seine Leidenschaft sondern auch sein Beruf. Er stellt uns hier gleich zwei Dinge vor – sein Hausrevier, die Isteiner Schwellen des Rheins und das neue Revo XL von Anfibio.

von Lorenz Eberle 

Für Paddler ist der Winter oft spannender als man auf dem ersten Blick denken mag. Klar, man ist vielleicht seltener auf dem Wasser zumal das in manchen Revieren im Winter Mangelware ist. Aber im Winter gibt es eben auch zuverlässig die ersten Vorboten der neuen Saison. Produktneuheiten werden angekündigt und versprechen die idealen Begleiter für neue Paddelabenteuer. Und so scharrt man dann so manches Mal ungeduldig mit den Hufen, um die Neuheiten selbst in Augenschein zu nehmen. Wenn man Glück hat, gehört man aber zu denen die schonmal im Vorfeld testen dürfen. Ein Segen für Ungeduldige und das Wetter spielt dann definitiv keine Rolle mehr.  Und so war ich happy als ich im Februar den neuen Anfibio Revo XL auspacken durfte, um ihn zu testen.



Revierinfo Isteiner Schwellen 

Im Südwesten sind wir verwöhnt. Schon statistisch, allein was die Zahl der Sonnentage im Jahr betrifft. Und paddeltechnisch bietet uns der Rhein ein ganzjährig paddelbares Revier direkt vor der Haustür und das mit sehr unterschiedlichen Abschnitten. Neben dem Rhein gibt es natürlich noch jede Menge andere Flüsse in den benachbarten Bergen von Schwarzwald, Jura und Vogesen. Aber hier sind wir eben wieder abhängig von Schneeschmelze oder regen. Aber der Rhein geht immer. Auch jetzt im Winter. Kurz nach Basel, bei Märkt teilt sich der Rhein. Der eine Teil dient der Schifffahrt auf dem Grand Canal, der andere fließt über die letzten fast gänzlich naturbelassenen Kilometer des alten Flussbettes in Richtung Norden.



Der Altrhein

Gleich auf den ersten Kilometer warten die Isteiner Schwellen. Diese sind das letzte Überbleibsel eines Jura-Massivs, dem Isteiner Klotz, der dem Rhein ursprünglich den Weg in Richtung Norden versperrte. Heute ist diese spektakuläre Kalkstufe, genauer gesagt sind es vier, ein beliebtes Ausflugsziel und für Paddler ein beliebter Spielplatz. Wer hier paddeln will hat im Prinzip zwei Möglichkeiten. Entweder man steigt direkt an den Schwellen ein oder man bootet bereits unterhalb des Stauwehrs von Märkt ein. Direkt am Stauwehr, auf deutscher Seite und bei den Isteiner Schwellen selbst befindet sich jeweils ein großer Parkplatz. Von Märkt sind es knapp 3,5 Kilometer bis zu den Isteiner Schwellen. Bei niedrigeren Wasserständen gibt es auf halber Strecke eine kleine, recht nette Spielwelle – leider ohne ein ausgeprägtes Kehrwasser. Die Stromschnellen kündigen sich etwas später an. Kleine Inseln und Büsche stehen im Wasser. Sie bilden die erste, kaum wahrzunehmende Stufe mit unzähligen Durchfahrten und Kehrwässern zum Üben. Nach dieser Stufe heißt es sich zu entscheiden, ob es links oder rechts der nun folgenden

Insel weitergehen soll. Links der Insel folgt entweder eine wuchtige Stufe mit ordentlicher Walze (das Franzosenloch, da es auf der französischen Seite des Rheins liegt) oder ein echtes Slalomlabyrinth. Rechts scheidet sich eine einfach zu paddelnde Felsenklamm in den Felsen. Überall kann man sein Boot leicht wieder nach oben tragen und sich noch einmal ins Wasser stürzen. Immer und immer wieder.  Als ein paar Tage später das Wetter mitspielt und die Sonne ihr bestes gibt geht es mit ein paar Freunden aufs Wasser.



Review Anfibio Revo XL 

Große, manchmal etwas zu große, Worte haben in unsere Alltagssprache sehr leicht Einzug gehalten. Für die Werbung gilt das noch einmal mehr. Revolution oder Revolte? Na ja! Also begegne ich dem Revo erst einmal mit einer gewissen Skepsis und versuche meine Erwartungen im Vorfeld etwas zu bremsen. Packraft ist letztlich gleich Packraft denke ich mir. Warum sollte das beim neuen Packraft von Anfibio anders sein. Von außen betrachtet stimmt diese Einschätzung wohl auch. Auffällig wirkt da höchsten das auffällige Heckdesign (TwinTailTM). Aber sonst? Doch tatsächlich, beim genauen Hinsehen gibt es einiges zu entdecken das für Packrafts völlig neu gedacht wurde! Der Revo ist als Selbstlenzer konzipiert. Das heißt, er kommt ohne die sonst übliche und beim Einsatz im Wildwasser eigentlich nötige Spritzdecke aus. Ein erfreuliches Minus ins Sachen Gepäck und ein zumindest gefühltes Plus in Sachen Sicherheit. Denn um so wilder das Wasser umso wichtiger ist auch die Frage des Notausstieges. Vor allem dann, wenn die Rolle nicht sicher sitzt. Aber paddeln im Wildwasser heißt auch, dass Wasser seinen Weg in das Packraft findet. Und dann? Ganz einfach, es wird über einen verschließbarer Selbstlenzer selbsttätig nach außen befördert. Wasser findet eben seinen Weg. Verschließbar heißt, dass eingebaute Lenzschlauch (VenturiTube) schnell und einfach geschlossen oder geöffnet werden kann. Daher, Spritzdecke ade. Die Vorteile des Selbstlenzers zeigen sich beim schnellen Aus- und Einsteigen beim Umtragen, Besichtigungen oder nach einer Kenterung, wobei Kentern mit dem Bootstyp sehr selten vorkommt.  Das Revo läuft lange recht erstaunlich trocken durch bewegtes Wasser. So bleibt das Boot wendig und flott.



Das bereits erwähnte auffällige Heck lehnt sich an die Optik spezieller Surfboards an. Wenn weniger Strömung im Spiel ist, lohnt sich das verwenden des optionalen Skeks. Diese lässt sich bei Bedarf mühelos einschieben und sorgt für mehr Spurtreue und einen effizienteren Geradeauslauf. Wer mit Spaß auf dem Wasser unterwegs sein will, muss unter anderem, gut im Boot sitzen können. Beim Revo sorgt dafür ein Zusammenwirken von Rücklehne, Schenkelgurten und Sitz.  Für den Sitz bietet Anfibio entweder ein aufblasbares Sitzkissen oder einen Schaumblock an. Aufblasbar heißt in erster Linie viel Komfort. Allerdings dürfte der Sitz für dem einen oder anderen zu hoch sein. Vor allem für größere Paddler schauen da wohl eher auf den flacherer Schaumsitz. Ich selbst habe, da ich groß bin und lange Arme habe, ganz auf den Sitz verzichtet und bin mit dieser dritten Variante gut zurechtgekommen. Erst ab einer Gesamtzuladung von über 120kg sitzt man ohne Sitz im Nassen. Herzstück des Revo ist die bereits mehrfach erwähnte Bodenmatte. Deren Positionieren sollte man beim Aufbau ausreichend Beachtung schenken. Sie wird als erstes aufgeblasen, nachdem man sie zentral und möglichst weit vorn positioniert hat. Sie sorgt für ein extrem hohes Maß an Stabilität und die für ein Packraft sehr guten Laufeigenschaften beim Paddeln.



Fazit

Revo ist tatsächlich ein neuartiges, einzigartiges Packraftkonzept, für Zahmwasser UND Wildwasser. Das neue Konzept dürfte aber vor allem im stärker bewegten Wasser seine Pluspunkte ausspielen und ein spannendes Boot für alle sein, die es etwas wilder mögen. Der stabile, aber trotzdem agile Revo läuft auch bei Stufen und größeren Wellen erstaunlich lange trocken. Die Selbstlenzung funktioniert problemlos. Der Sitzkomfort ist auch nach längeren Paddeltouren immer noch 1A  und die Sitzanlage und Schenkelgurte geben im Wildwasser den nötigen Halt. Trotz seiner üppigen Ausstattung ist er erstaunlich leicht und somit ein ständiger Begleiter.