15.04.2014

Erfahrungsbericht: Anfibio Packsuit/Buoy Boy in Patagonien (Chile)

Marion und Ralph gehören zu den Packraftern der ersten Stunde. Mehrfach sind sie so in Patagonien unterwegs gewesen. Auf ihrer letzten Tour war auch ein Trockenanzug und eine neue Schwimmweste dabei. Von ihrer Expedition haben sie einen kleinen Erfahrungbericht mitgebracht: 

"Der Hauptaugenmerk lag auf einem wasserreichen Gebiet an der Westseite des Campo de Hielo Norte, dem Nordpatagonischen Eisfeld (San Quintín). Mit einer unabhängigen Expedition zu Fuß und per Packraft wollten wir diese weglose und völlig zivilisationsfreie Landschaft aus zahlreichen Flüssen, Fjorden, Sümpfen, Gletschern und steilen Bergen erkunden.

Wildnis-Route an den Rändern der großen Eisfelder
Dabei sollten so oft als möglich die Packrafts eingesetzt werden. Das ist einerseits sinnvoll um Kräfte zu schonen und flott voranzukommen, andererseits gelangen wir mit den Leichtbooten an Orte, die zuvor noch keine Menschenseele betreten hat. Dass unsere Packrafts eine Menge wegstecken können, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Selbst zwischen den Eisbergen einer Gletscherlagune wurden gefrorene Bereiche quasi als "Eisbrecher" durchquert.

Um wahrhaft "amphibisch" unterwegs zu sein, kamen jedoch auch bequeme Trockenanzüge und packbare Schwimmwesten zum Einsatz. Bei häufiger Wechsel zwischen Land und Wasser gab es z.T. ungemütliche Bedingungen... 

Trockenanzug im "Wander-Modus"
Im Eiswasser kilometerweiter Gletscherseen und windig-kalten Fjorden bot der Anfibio Packsuit nicht nur das überlebensnotwendige Level an Sicherheit, sondern hielt zudem ohne nennenswerte Kondensatbildung schön warm. Auch bei längeren Trekkingpassagen durch den recht feuchten und dichten gemäßigten Regenwald hat sich eine Kombination dieses Trockenanzugs mit einer einfachen Regenmontur (Dornenschutz) als vorteilhaft erwiesen. Die höhere Innenfeuchte kann man in Pausenzeiten bei geöffnetem Oberteil problemlos abdampfen lassen.

Packsuit und Buoy Boy im Paddel-Einsatz
Mit dabei waren noch zwei leichte Anfibio Buoy Boys. Die Westen bestechen besonders durch Ihr geringes Packmaß und erlauben eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit. Das kam uns gerade am Westufer der großen Lagune des Ventisquero San Quintin zugute. Hier nagten bei auflandigem Wind dicht an dicht schwimmende Eisberge direkt am verbuschten Ufer und ein häufiger Wechsel zwischen Boot und Land war somit unvermeidlich. Praktisch, wenn man dabei die entlüftete Weste in Kombination mit dem Rucksack gleich anbehalten kann.

Unser Fazit nach einem Monat Belastungstest in der weglosen Landschaft zwischen dem Istmus von Ofqui, dem Gletscher Benito und der Laguna San Rafael: sowohl der "Packsuit" als auch die aufblasbaren "Buoy Boys" von Anfibio sind eine zuverlässige, sichere Wahl für alle, welche Wert auf eine besonders leichte und  angenehm zu tragende Ausrüstung legen. Marion+Ralph"

Normalerweise sind Marion und Ralph im sächsischen Saultitz zwischen Leipzig und Dresden ansässig und bewirtschaften dort einen Milchschafhof. Momentan gönnen sie sich jedoch eine Auszeit, wobei die Patagonientour davon nur der Auftakt war. Wer neugierig geworden ist, kann den vollständigen Reisebericht der Expedition am San Quintín auf gondwana.info nachlesen.

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