01.06.2020

RISSBACH: EIN KLASSIKER DER REGION

Dieser Beitrag gehört zum Artikel REVIERINFO SÜD-DEUTSCHLAND.

🔶 Rißbach, Karwendel, wunderschöner Hochgebirgsbach, ein Klassiker der Region, WW II-IV

Der kristallklar, blau schimmerndem Gebirgsbach gehört zu den Top 3 des gesamten Reviers. Nicht ohne Grund heißt auch der angrenzende Isarabschnitt “Bayrisch Kanada”.

Schon auf der Anfahrt zum Einstieg bei Hinterriß bekommt man vor der extrem schwer zu befahrenden Rißbachklamm ordentlich Respekt. Kaum vorstellbar dass diese, mit bis zu 7 Meter hohen Abfällen gespickte Klamm hin und wieder von Kanuten befahren wird. Den letztmöglichen Ausstieg vor der Klamm, “an den Garagen" präge man sich sicherheitshalber gleich ein. Ebenfalls zu inspizieren sind die beiden Schlüsselstellen "Schräge Rippen" und das “Straßen-S”, ca. 1,3 km oberhalb des Ausstiegs.

Schlüsselstelle "Schräge Rippen"

Die Tour startet an der “Neuner” Straßenbrücke ca. 1 km oberhalb der Ortschaft Hinterriß. Außerhalb des von 15. April bis 15. August geltenden Befahrungsverbots kann bei günstigem Wasserstand noch ca. 8 Kilometer weiter Flussauf, bei Hagelhütte eingesetzt werden. Vom Start weg gefällt der Rissbach mit seinen zahlreichen Kiesbankschwellen und dem kristallklaren Wasser. Mäßig verblockte Abschnitte und einzelne Treibholzabsammlungen lassen sich mit dem wendigen Packraft und technischen Grundkenntnissen gut bewältigen. Größere Wellen bilden sich lediglich im Bereich der Brücken bevor sich im letzten Drittel der mit gut 6 km relativ kurzen Strecke das "Straßen-S" ankündigt. 

Nur etwa 400m später folgt mit den sogenannten "Schrägen Rippen" schon die nächste Herausforderung. Je nach Durchflussmenge liegen die Schwierigkeiten hier zwischen WW III und WW IV. Beide Abschnitte gilt es bereits bei der Anfahrt zu besichtigen und ggf. neben der Straße zu umtragen. Rund einen Kilometer weiter Flussabwärts steigt man direkt an der Straßenbrücke vor der Niedrigklamm an der rechten Seite des Rißbachs aus. 

Blick auf die Schlüsselstelle "Schräge Rippen"

Wirklich augenfällige, sinnvolle Landpartien gibt es in Kombination mit dem Rißbach nicht, aber kleine (sonst gebührenpflichtige) Zufahrtsstraße per Rad zu shutteln oder zu wandern geht natürlich immer. Wer es wirklich wissen will, überschreitet den Pass Plattenspitze aus dem oberen Isartal, dann ist er PACK Anteil aber wirklich lang und anspruchsvoll.

Befahrbarkeit: Im Frühjahr beginnend ab ca. 5 m^3/s. Ausstiegs- und Schlüsselstellen auf dem Weg zum Einstieg begutachten (gefährliche Klamm kurz nach dem Ausstieg!). Streckenlänge: 6 bzw. 14km (bei Einstieg in Hagelhütte). Dauer: 1 - 2,5 h ohne Pausen.

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